Elektrifizierungsarbeiten mit Hubschrauber

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Die Bauarbeiten zur Elektrifizierung zwischen Schöna und Dresden Hbf erfolgten zwischen 1970 und 1976. Dabei wurden erstmals auf dem Gebiet der DDR ein Teil der Masten mit einem Hubschrauber der Interflug eingeflogen. Denn die starke Streckenbelegung ließ kaum größere Sperrpausen zu und der Bahnbetrieb konnte somit ungehindert weiterlaufen.  Der elektrische Eisenbahnbetrieb wurde am 29. Mai 1976 mit einem Sonderzug von Dresden nach Bad Schandau eröffnet.

Klaus-Jürgen Andrä stellt uns eine besondere Aufnahme zur Verfügung. Nachdem Anfang der 1970er Jahre der Güterverkehr auf der Elbtalbahn derart zunahm, erfolgte der Ausbau der bestehenden Übergabebahnhöfe samt Elektrifizierung der Strecke.

Das undatierte Bild zeigt den internationalen Zug „Vindobona“, der zwischen Berlin, Prag und Wien verkehrte, bei Dresden-Strehlen während der Streckenelektrifizierung.

Am 13. Januar 1957 hatte der Expresszug seine Jungfernfahrt. Er verkehrte jahrzehntelang als Aushängeschild zwischen den Metropolen. Aufgrund der Streckenführung wurde er im Laufe der Jahrzehnte als Express, Städte-Express und zuletzt als EuroCity geführt, bevor der Betrieb im Jahr 2014 offiziell endete

Der oben abgebildete Schnellverkehrstriebwagen SVT 18.16 (später Baureihe 175) gilt als die absolute Ikone der DDR-Schienenbaukunst und war der bekannteste sowie prestigeträchtigste Zug auf der Vindobona-Route zwischen Berlin und Wien.

Die wichtigsten Fakten zum SVT 18.16 im Vindobona-Dienst auf einen Blick:

  • Der „ICE des Ostens“: Der vom VEB Waggonbau Görlitz entwickelte Luxuszug war das Aushängeschild der Deutschen Reichsbahn (DR). Er zeichnete sich durch seine markante, strömungsoptimierte Triebkopf-Nase, zwei kraftvolle 1000-PS-Dieselmotoren und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h aus.
  • Einsatzzeitraum: Als Vindobona prägte die Baureihe den internationalen Verkehr vor allem von 1964 bis 1979. Der Zug war so populär, dass er im Bewusstsein vieler Fahrgäste untrennbar mit dem Namen Vindobona verschmolz, obwohl zeitweise auch österreichische oder tschechische Garnituren die Strecke übernahmen.
  • Komfort auf Weltniveau: Der Zug war im DDR-Binnenverkehr kaum zu finden und stand primär für den Devisen bringenden West- und Transitverkehr zur Verfügung. Er bot eine gehobene Ausstattung mit drehbaren Sesseln (für mehr Beinfreiheit und Fahrtrichtungsanpassung), war streng platzkartenpflichtig und führte eine Bordküche, die frisch gekochte Speisen servierte.
  • Das Betriebsende 1979: Da die Zugkapazität (meist vier- bis fünfteilig) der enormen Nachfrage nicht mehr gewachsen war und die Partnerbahnen (insbesondere die ÖBB) keine vergleichbaren Triebwagen für den vereinbarten Turnus-Ausgleich stellen konnten, wurde der Vindobona 1979 dauerhaft auf herkömmliche, lokbespannte Züge umgestellt.

Aktuelles Highlight (Juni 2026): Nach einer mehr als sechsjährigen, rund 7 Millionen Euro teuren Restauration durch eine gemeinnützige GmbH ist ein originaler SVT 18.16 rechtzeitig zur Sommersaison wieder fahrbereit auf die Schiene zurückgekehrt. Seine erste fahrplanmäßige Sonderfahrt mit Passagieren fand am 14. Juni 2026 statt.

In unserem Archiv befinden sich zahlreiche Fotos dieser legendären Baureihe.