
Eine bemerkenswerte Konstruktion war die Versuchs-Lokomotive T 18 1001 mit der über dem vorderen Drehgestell quer zur Fahrtrichtung eingebauten Dampfturbine. Foto Sammlung Hans Kobschätzky.
Unsere Fotodatenbank dokumentiert das wegweisende Typenprogramm der Deutschen Reichsbahn zwischen der Zwischenkriegszeit und dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Bildsammlung konzentriert sich gezielt auf die ab 1920 neu entwickelten Einheits- und Kriegsdampflokomotiven, welche die Standardisierung des deutschen Schienenverkehrs einläuteten.
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Schnellzug Lokomotiven
| Baureihe | Betriebsnummern | Erstes Baujahr | Erläuterungen |
|---|---|---|---|
BR 01 | 01 001–010, 012-232 | 1926 | klassische schwere Einheits-Schnellzuglok mehrfach verändert bzw. modernisiert |
| BR 01.10 | 01 1001, 1052–1105 | 1939 | Dreizylinder-Schnellzuglok mit Stromlinienverkleidung nach WK II alle bei DB dort Umbau ab 1953 |
| BR 02 | 02 001–010 01 011, 233-241 (nach Rückbau) | 1925 | Vierzylinder-Verbund-Versuchsloks parallel zur 01, bis 1942 Rückbau zu 2-Zylinder 01 |
| BR 03 | 03 001–298 | 1930 | Leichtere Variante zur BR 01 (20 t Achslast) mit ca. 18 t Achslast |
| BR 03.10 | 03 1001–1060 | 1939 | Dreizylinder-Variante der BR 03 mit Stromlinien- verkleidung; Reko bei DB und DR |
| BR 04 | 04 001-002 02 101-102 (nach Rückbau) | 1932 | Mitteldruck-Versuchslok für 25 kp/cm² Kessel- druck; keine Bewährung Rückbau in BR 02 |
| BR 05 | 05 001–003 | 1935 | Verkleidete Schnellfahrlok für 200 km/h; Rekordfahrt am 11.05.1936 mit 200,4 km/h; nach Ende WK II alle ohne Verkleidung bei DB im Einsatz |
| BR 06 | 06 001–002 | 1939 | Größte und schwerste Schnellzuglok-BR der DR Achsfolge 2’D2′; nach Ende WK II kein Bedarf mehr |
| BR 19.10 | 19 1001 | 1942 | Völlige Neukonstruktion mit Dampfmotoreinzel-achsantrieb; gute Betriebsergebnisse; nach WK II nach USA überführt, dort verschrottet |
Personenzug Lokomotiven
| Baureihe | Betriebsnummern | Erstes Baujahr | Erläuterungen |
| BR 23 | 23 001-002 | 1941 | Sollte Ersatz für die P8 werden; durch WK II nicht fortgeführt |
| BR 24 | 24 001–095 | 1928 | Einheits-Personenzuglok für lange Nebenbahnen in Ost- und Westpreußen; von daher Beiname „Steppenpferd“ |
| BR 39 | 39 001–260 | 1922 | Ex-preuß. P 10, Übergang zur DRG-Einheitslok |
Güterzug Lokomotiven
| Baureihe | Betriebsnummern | Erstes Baujahr | Erläuterungen |
| BR 41 | 41 001–366 | 1937 | Schnelle Einheitsgüter-zuglok, Beiname „Ochsenlok“ da die ersten Loks Viehzüge Schneide-mühl -Berlin beförderten |
| BR 43 | 43 001–035 | 1927 | Zweizylinder-Einheitslok, Parallelbauart zur 3-Zyl. BR 44 |
| BR 44 | 44 001–44 1858 | 1926 | 3-Zyl.-Einheitslok; setzte sich gegenüber BR 43 für den Serienbau durch |
| BR 45 | 45 001–028 | 1936 | 3-zyl.-Einheitslok; stärkste und schwerste DRG-Güterzuglokomotive |
| BR 50 | 50 001–50 3164 | 1939 | Universal-2-Zyl. Einheitslokomotive; glücklichste Konstruktion der DRG für den Univer-saleinsatz; zahlreiche Varianten |
| BR 52 | 52 001–52 7794… | 1942 | Vereinfachte BR 50 als „Kriegslokomotive“ im WK II; Stückzahl über 6000; vielfach umgebaut, auch z.T. mit Kondenstender; DR: Reko 52.80 |
| BR 56.2-8 | 56 201-891 | 1943 | Ausrüstung von knapp 700 Pr. G8.1 mit Vorlauf-achse; Vmax nun 70 km/h |
Tenderlokomotiven
| Baureihe | Betriebsnummern | Erstes Baujahr | Erläuterungen |
| BR 61 | 61 001–002 | 1935 | Verkleidete Schnellfahr-Tenderlok für den Henschel-Wegmann-Zug |
| BR 62 | 62 001–015 | 1928 | Einheits-Personenzug- tenderlokomotive für kurze Flachlandstrecken |
| BR 64 | 64 001–520 | 1928 | Einheits-Tenderloko motive, Beiname „Bubikopf“; viele Komponenten sind mit BR 24 kompatibel |
| BR 71 | 71 001–006 | 1934 | Leichte zweifach ge kuppelte Einheits-Tender- lok; geeignet für Einmannbetrieb; z.T. vorüber- gehend mit Kesseldruck von 25 kp/cm² |
| BR 80 | 80 001-039 | 1927 | Einheits-Rangierloko-motive für große Bahn-höfe |
| BR 81 | 81 001-010 | 1928 | Gebaut für den schweren Verschiebedienst; kein Weiterbau durch WK II |
| BR 84 | 84 001–012 | 1935 | Lok für die kurvenreiche Müglitztalbahn Heidenau – Altenberg; daher bes. Antrieb mit zahnrad-gekuppelten Endachsen |
| BR 85 | 85 001–010 | 1932 | Schwere Tenderlokomotive für die Schwarzwald-Höllentalbahn Hirschsprung – Hinterzarten; verschiedene Komponenten kompatibel mit BR 44 |
| BR 86 | 86 001–966 mit Lücken | 1928 | Einheits-Tenderloko-motive für gemischten Dienst auf Nebenbahnen |
| BR 87 | 87 001-016 | 1927 | Für Hamburger Hafen-bahn ; wegen Gleisradien bis 100 m zahnradgekuppelte Endachsen Bauart Luttermöller |
| BR 89.0 | 89 001-010 | 1934 | Gebaut für leichten Ver-schiebedienst |
| BR 98.0 | 98 1001-1045 | 1929-1933 | |
| BR 98.11 | 98 1101-1129 | 1923-1928 | Umbau bay. GtL 4/4 |
Versuchslokomotiven
| Baureihe | Betriebsnummern | Erstes Baujahr | Erläuterungen |
| – H 02 – BR 17.2 | H 02 1001 17 206 | Beide 1925 | H 02 1001: Schwartzkopff-Hochdruckver-suchslokomotive vor-gesehen für 120 kp/cm² Kesseldruck; Fehlschlag – von DRG nicht abgenommen 17 206: Hochdrucklok mit 60 kp/cm² Kesseldruck; nach Rückbau in Normalausführung bereits 1936 ausgemustert |
| T 18 | T 18 1001 T 18 1002 | 1924 1926 | T18 1001: Krupp-Turbinenlok der Bauart Krupp-Zoelly; recht erfolgreich; akzeptabler Brennstoffverbrauch; durch Bombentreffer zerstört T18 1002: Maffei-Turbinenlok der Bauart Ljungström; gute Leistung u. Fahreigen-schaften, aber keine nennenswerte Brennstoffersparnis, Bombentreffer 1944 – Kessel als Prüfanlage bis 1954 in Betrieb |
| T 38.10-40 | T 38 3255 | 1927 | P8 mit Abdampfturbinen-Triebtender 1 B’2′; zu störungsanfällig; 1937 Rückbau der P8 in Normalausführung; Tur-buinentender verschrottet |