Magdeburg-Leipziger Eisenbahn

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Magdeburg-Leipziger Eisenbahn-Gesellschaft

Schon 1829 sprach sich der Kaufmann und Stadtrat Matthäus Wucherer in Halle für eine von Leipzig über Halle nach Magdeburg führende Eisenbahn aus. In Leipzig stieß das Vorhaben auf offene Ohren. Hier leitete der Unternehmer und Bankier Gustav Harkort, ein Bruder von Friedrich Harkort, die Vorbereitungen. Die Magdeburger Kaufleute dagegen standen diesem Projekt nicht aufgeschlossen gegenüber, da Magdeburg durch seinen Elbhafen gute Transportmöglichkeiten nach Hamburg hatte. Dies war ein Standortvorteil, den man nicht ohne weiteres Preis geben wollte. Beeindruckt vom Erfolg des Eisenbahnprojektes Leipzig-Dresden, hatte schließlich auch die Magdeburger Interesse an dem Vorhaben einer Eisenbahn nach Leipzig gefunden. Doch vorher musste noch ein Staatsvertrag zwischen dem Königreich Preußen (Magdeburg, Halle), dem Herzogtum Anhalt-Köthen und Sachsen (Leipzig) ausgehandelt werden, da die Streckenführung das Territorium dreier unabhängiger Staaten berührte. Am 22. Mai 1837 folgte die Gründung der Magdeburg-Leipziger Eisenbahn-Gesellschaft, die ihre Konzession im November 1837 von der preußischen Regierung erhielt. Damit konnte die Magdeburg-Leipziger Eisenbahn-Gesellschaft die erste länderübergreifende Eisenbahnstrecke in Deutschland errichten und am 24. Januar 1838 mit den Bauarbeiten beginnen.

Die Strecke wurde in mehreren Teil-Abschnitten eröffnet:

29. Juni 1839               Magdeburg-Schönebeck (14,9 km)

9. September 1839      Schönebeck-Saalebrücke bei Calbe (12,4 km)

19. Juni 1840               Saalebrücke-Köthen (22,6 km)

22. Juli 1840                Köthen-Halle (35,7 km)

18. August 1840          Halle-Leipzig (33,2 km)

Bedeutendstes Baukunstwerk war die zirka 400 m lange Saalebrücke bei Calbe. Als am 18. August 1840 schließlich die Gesamtstrecke durchgebend befahrbar war, konnten Reisende zunächst in Leipzig von den nebeneinander liegenden Magdeburger- und Dresdner Bahnhof umsteigen. Erst später wurde für durchgehende Wagen von Magdeburg nach Dresden eine Verbindungsbahn zwischen beiden Bahnhöfen eingerichtet. Aufgrund des großen wirtschaftlichen Erfolgs konnte schon 1842 der zweigleisige Ausbau der Bahnlinie ins Auge gefasst werden, der am 15. Januar 1843 abgeschlossen war. Damit war auch die Grundlage zur Aufnahme des fahrplanmäßigen Güterverkehrs geschaffen worden.

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>>> zur Übersicht "Eisenbahnnetze entstehen"

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