Streckenübersicht Württemberg

Übersicht A - Z
Aalen - Neresheim - Dillingen (Härtsfeldbahn)
Aalen - Goldshöfe - Nördlingen
Albstadt-Ebingen - Onstmettingen (WEG)
Altshausen - Pfullendorf - Schwackenreute
Amstetten - Gerstetten (WEG)
Amstetten - Laichingen (WEG)
Aulendorf - Altshausen - Herbertingen
Balingen - Schömberg - Rottweil
Blaufelden -Langenburg
Böblingen - Dettenhausen
Böblingen - Sindelfingen - Renningen
Böblingen - Schönaich
Calw - Weil der Stadt
Crailsheim - Blaufelden - Bad Mergentheim - Lauda
Eyach - Hechingen (HzL)
Filderbahn
Freudenstadt - Eutingen bzw. Horb
Freudenstadt - Schiltach - Hausach
Friedrichshafen - Lindau
Friedrichshafen - Radolfzell (Bodenseegürtelbahn)
Friedrichshafen - Oberteuringen
Gammertingen - Kleinengstingen
Gaildorf West - Untergröningen (WEG)
Geislingen - Wiesensteig
Göppingen - Schwäbisch Gmünd
Hanfertal - Mengen bzw. Sigmaringendorf
Heilbronn - Bretten - Karlsruhe
Heilbronn - Marbach (Bottwartalbahn)
Heilbronn - Schwäbisch Hall-Hessental - Crailsheim
Heilbronn - Osterburken - Lauda - Würzburg
Horb - Pforzheim
Kirchheim (Teck( - Weilheim (Teck)
Kißlegg - Roßberg - Aulendorf
Korntal - Weissach (WEG)
Lauda - Miltenberg - Aschaffenburg
Lauffen - Leonbronn (Zabergäubahn)
Laupheim - Schwendi
Leutkirch - Isny
Ludwigsburg - Backnang
Maulbronn Bahnhof - Maulbronn Stadt
Meckenbeuren - Tettnang
Mengen - Krauchenwies - Schwackenreute - Stahringen - Radolfzell
Memmingen - Leutkirch - Kißlegg - Hergatz
Metzingen - Urach
Mimmenhausen-Neufrach - Salem - Frickingen
Möckmühl - Dörzbach (Jagsttalbahn)
Nagold - Altensteig
Nürtingen - Neuffen
Pforzheim - Bad Wildbad
Ravensburg - Weingarten - Baienfurt bzw. Niederbiegen
Reutlingen - Gönningen
Reutlingen - Honau - Lichtenstein - Kleiengstingen
Roßberg - Wurzach
Rottweil - Villingen
Schelklingen - Münsingen - Kleinengstingen
Schiltach - Schramberg
Schussenried - Buchau - Riedlingen (Federseebahn)
Schorndorf - Rudersberg - Welzheim
Sigmaringen - Krauchenwies
Sigmaringen - Gammertingen - Hechingen (HzL)
Sigmaringen - Tuttlingen - Immendingen
Sontheim - Gundelfingen
Spaichingen - Reichenbach (Heubergbahn)
Stuttgart - Aalen - Crailsheim
Stuttgart - Backnang - Gaildorf - Crailsheim
Stuttgart - Mühlacker - Bruchsal - Heidelberg - Mannheim
(Stuttgart-) Mühlacker - Pforzheim - Karlsruhe
Stuttgart - Horb - Tuttlingen - Singen (Gäubahn)
Stuttgart - Göppingen - Ulm
Süßen - Donzdorf - Weißenstein
Trossingen Bahnhof - Trossingen Stadt
Tübingen - Herrenberg
Tübingen - Reutlingen - Plochingen
Tübingen - Hechingen - Sigmaringen (Zollernbahn)
Ulm - Heidenheim - Aalen
Ulm - Aulendorf - Friedrichshafen (Südbahn)
Ulm - Herbertingen - Sigmaringen
Unterböbingen - Heubach
Vaihingen - Enzweihingen (WEG)
Waldenburg - Forchtenberg
Warthausen - Ochsenhausen (Öchsle)
Wendlingen - Oberlenningen (Teckbahn)

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Geschichte der Königlich Württembergischen Staatsbahn

Text: Ingo Ehrlich. Fotos: Sammlung Hans Kobschätzky.

In Württemberg war mit dem Gesetz über die Errichtung von Eisenbahnen auf Staatskosten vom 18. April 1843 der Bahnbau nach schwierigen und langwierigen Verhandlungen relativ spät gestartet worden. Zum einen bedingte das bergige und waldreiche „Ländle“ beim Bahnbau neben oftmals kurvenreichen Streckenführungen zahlreiche bedeutende Brückenbauwerke sowie lange Tunnel.

Für die damalige Zeit technisch besonders anspruchsvoll war die Überwindung der Schwäbischen Alb über die Geislinger Steige sowie die Anbindung der in einem Kessel gelegenen Hauptstadt Stuttgart. Zum anderen ließ der hohe Kapitalbedarf für die aufwändigen Trassenführungen Zweifel an einer wirtschaftlichen Betriebsführung für den erwarteten Binnenverkehr aufkommen, der nach ursprünglicher Planung die bestehenden Schifffahrtswege des Neckar (schiffbar bis Heilbronn), der Donau (damals schiffbar ab Ulm) und des Bodensees erschließen sollte. Die Aussicht auf Generierung von Transitverkehr durch neu erbaute Anschlussstrecken in den Nachbarstaaten verbesserte die Wirtschaftlichkeitserwartungen entscheidend. Zugleich wurde die Notwendigkeit erkannt, sich von den Entwicklungen in den Nachbarländern nicht abzukoppeln, um nicht in jeder Hinsicht den Anschluss zu verlieren. Die schwierigen Streckenverhältnisse führten im Vergleich zu anderen Bahnverwaltungen zu neuen technischen Lösungen. Zur Verbesserung der Kurvenläufigkeit sah man in Württemberg zum Beispiel von steifachsigen 1 A 1 oder 1 B-Lokomotiven ab und bestellte 1844 Lokomotiven von Baldwin & Witney und Norris, beide in Philadelphia. Damit orientierte sich die Königlich Württembergische Staats-Eisenbahnen (K.W.St.E.) in ihrer Anfangszeit an US-amerikanischer Technik und stellte fortschrittliche Lokomotiven und Wagen mit Drehgestellen in Dienst, ehe diese Beschaffungspolitik durch preußischen Einfluss später aufgegeben wurde. Neben dem Staatsbahnkonzept für den Bau von Hauptstrecken durften in Württemberg Zweigstrecken auch von Privatbahnen erbaut werden dürfen. Aufgrund der teils schwierigen Geländeverhältnisse kamen neben der Normalspur auch Strecken mit 1.000 mm und 750 mm Spurweite sowohl bei der Staatsbahn wie auch bei Privatbahnen zur Ausführung.

Zahlen der Württembergischen Staatseisenbahnen von 1893:

415 Lokomotiven
1.085 Personenwagen mit:
1.504 Plätzen1. Klasse          =   3,1%
9.627 Plätzen 2. Klasse         = 19,6%
37.990 Plätzen 3. Klasse         = 77,3%
241 Packwagen
3.222 gedeckte Güterwagen
3.218 offene Güterwagen
77 Wasserstationen
75 Lokomotivdrehscheiben
ca. 1.500 km Streckenlänge
11.930 Personal, davon 5.035 Beamte und 6.895 Arbeiter

 

 

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