Krupp, Alfred

* 26. April 1812 in Essen; † 14. Juli 1887 in Essen

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Alfred Krupp brach im Alter von 14 Jahren seine Schulausbildung ab, nachdem sein Vater Friedrich Krupp 1826 gestorben war. Alfred Krupp war zuvor bereits von seinem Vater in die Gussstahlherstellung eingewiesen worden und leitete nun den wirtschaftlich weiter nicht erfolgreichen Betrieb mit etwa sieben Mitarbeitern, der nun im Eigentum der Erben stand. Erst mit steigender Nachfrage nach Gussstahl entwickelte sich die Firma ab 1830 positiver, so dass 1836 etwa 60 Arbeiter ihren Lohn und Brot fanden. Durch die anhaltend dünne Kapitaldecke war Krupp ständig auf der Suche nach neuen Produkten und Kunden und begann neben der Produktion von Löffeln und Gabeln eher nebenbei 1843 seinen ersten Gewehrlauf zu schmieden. Doch die Resultate der Kruppschen Waffentechnik fielen beim Militär nicht auf fruchtbaren Boden und so wurde die erste Gussstahlkanone vom preußischen Militär 1847 erst einmal zwei Jahre ins Arsenal gesteckt, ehe sie zufrieden stellend gestestet und dennoch nicht beschafft wurde. Den endgültigen Durchbruch seines seit 1848 ihm allein gehörenden Unternehmens gelang Krupp mit der Einführung des im Vergleich zum Gusseisen wesentlich elastischeren Tiegelgussstahl. Ein Jahr später begann er die ersten Versuche anstelle der bisher aus geraden Metallstücken gebogenen und verschweißten Radreifen, die im Betrieb oft brachen und schwere Unfälle herbeiführten, neu nahtlose Radreifen herzustellen für die er 1852 das preußische Patent erhielt. von 1853 mit Inbetriebnahme des neuen Bandagenwalzwerkes bis 1914 stellte Krupp drei Millionen Radreifen her, die in Form der drei Ringe zum Firmenlogo der Krupp-Werke wurden. Erfindung eines nahtlos geschmiedeten Radreifens 1852/53. Anschließend stellte sich auch der Erfolg in der Rüstungsproduktion bei Krupp ein, die nach Ende des Ersten Weltkrieges auf Lokomotiv- wie Straßen-Lastkraftwagen-Produktion umgestellt wurde. Bemerkenswert waren die von Alfred Krupp seinen Arbeitern auferlegten strengen Pflichten. Im Gegenzug gewährte er seinen so genannten Kruppianern umfangreiche Sozialleistungen wie verbilligter Wohnraum, Krankenversicherung und erstmalig in Deutschland auch eine Rente für Arbeiter, die Zeit ihres Lebens bei Krupp beschäftigt waren und schuf damit für Otto von Bismarck ein Vorbild für die spätere Sozialgesetzgebung in Deutschland.

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