Krauss, Georg

* 25. Dezember 1826 in Augsburg; † 5. November 1906 in München

weiterer Inhalt nur für Abonnenten - bitte einloggen + the following content is only for subscribers - please log in [hidepost=1]

Nach Besuch der Polytechnischen Schule in Augsburg arbeitete Krauß, dessen Schreibweise „Krauss“ sich erst später wegen der Verwendung von Großbuchstaben auf den Fabrikschildern eingebürgert hatte, seit 1847 als Schlosser bei der Lokomotivfabrik von Maffei in München. 1849 wechselte er als Lokomotivführer zur Königlich Bayerischen Staatsbahn und war dort von 1851 bis 1857 Obermaschinist in Hof, Kempten und Lindau. Bei seiner anschließenden Tätigkeit als leitender Maschinenmeister bei der Nordostbahn in Zürich konnte Krauss in Zusammenarbeit mit Professoren des dortigen Polytechnikums Lokomotiven nach seinen Ideen bauen. 1866 gründete er entgegen des Widerstandes von Maffei in München schließlich zusammen mit vorwiegend Augsburger Industriellen die „Lokomotivfabrik Krauss & Comp.“, die 1872 in München ein weiteres Zweigwerk und 1880 in Linz ein weiteres Werk eröffnete. Die erste Lokomotive „Landwührden“ der Krauss-Werke erhielt 1867 auf der Weltausstellung in Paris eine goldene Medaille. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigte Krauss bereits 197 Mitarbeiter. 1894 wurde die 3.000. Lokomotive ausgeliefert und die Zahl der Beschäftigten war auf 1.071 angewachsen. Zu den Kunden von Krauss zählten die oldenburgischen, bayerischen und württembergischen Staatsbahnen sowie die pfälzischen, österreichischen und ungarischen Bahnen. Als Kind der Gründerzeit engagierte sich Kraus neben dem Lokomotivbau beim Ausbau von Eisenbahnstrecken in Sachsen, Thüringen und im Elsass, bei Privatbahnen wie der Chiemseebahn von Prien nach Stock, der Localbahn AG München, wie auch der Umstellung der Pferdestrassenbahnen in München und Wien auf Dampfbetrieb. Er war ferner Mitbegründer des heutigen Vereins Deutscher Ingenieure (1876) und unterstützte 1903 mit dem Rückkauf seiner ersten Lokomotive „Landwührden“ die Gründung des Deutschen Museums in München, wo diese Lokomotive noch heute besichtigt werden kann. Leider erlebte Krauss weder die Fertigstellung des Deutschen Museums noch den 1905 geplanten Umzug der Fabrik nach München-Allach. Sein Freund Carl von Linde mit dem er früher zusammen die ersten Kältemaschinen entwickelt hatte, übernahm nun seinen Vorsitz im Aufsichtsrat. Bis zur Fusion mit der bankrotten Lokomotivfabrik Maffei stellten die Krauss-Werke von 1866 bis 1931 insgesamt 7.186 Lokomotiven her, die auch in überseeischen Ländern wie Australien, Brasilien, Argentinien, Japan, Java, Marokko im Einsatz standen.

[/hidepost]

 

Speak Your Mind

Tell us what you're thinking...
and oh, if you want a pic to show with your comment, go get a gravatar!

You must be logged in to post a comment.

1 Besucher online
1 Gäste, 0 Mitglied(er)
Meiste Besucher heute: 44 um/am 04:27 am UTC
Diesen Monat: 83 um/am 10-11-2019 07:25 pm UTC
Dieses Jahr: 83 um/am 10-11-2019 07:25 pm UTC
Jederzeit: 122 um/am 03-02-2014 10:56 am UTC
Copy Guarded by IamShekhar's WP-CopyGuard.