Baureihe – 628.2

628 319 kurz nach der Ablieferung am 29.05.1988 bei Schondorf (Strecke Augsburg-Geltendorf-Weilheim). Foto Ingo Ehrlich.

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Die erste Serie 628/928.2  [hidepost=1]

Zwischenzeitlich waren seit der Beschaffung des 628.0 zwölf Jahre ins Land gegangen, genügend Zeit um die Neukonzeption des künftigen Nahverkehrs reifen zu lassen. Die Bundesbahn hatte mittlerweile mit einzelnen Bundesländern Rahmenabkommen über die zukünftige Entwicklung des Schienennahverkehrs abgeschlossen.

Nach der erfolgreichen Betriebserprobung der beim Bw Kempten eingesetzten 628.1/928.1 und der Vorlage der Ergebnisse von Marktuntersuchungen stand dem Serienbau der Triebwagenreihe nichts mehr im Wege. Mangels Wirtschaftlichkeit des einteiligen 627.1, der von der Kapazität mit einem Straßenomnibus vergleichbar war, stand nur noch die zweiteilige Variante 628.1 für die Weiterentwicklung zur Serienreife zur Diskussion.

Gegenüber der zweiten Prototypenreihe sollten die Serie folgende Verbesserungen erhalten: Erhöhung des Reibungsgewichtes, Vergrößerung des Kraftstofftanks, Verbesserung des Gleit- und Schleuderschutzes, Verkürzung der Vorheizzeiten, bessere Abdichtung des Übergangs am Kurzkupplungsende. Aus optischen Gründen wurde die Frontpartie erneut überarbeitet. Der „Knick“ lag nun noch etwas höher, aufgrund des neu eingebauten Zugzielanzeigers wurde das dritte Spitzensignal unter der Frontscheibe angeordnet. Neu war die Verglasung des unteren Teils der Außentüren. Die Führerstände waren diesmal durch verglaste Wände und Türen abgetrennt, aber dennoch für Einmannbetrieb vorgesehen. Den Fahrgästen kam mit der Verbesserung der Belüftung, der Erhöhung der vis-a`-vis Sitzplätze und der Nichtrauchersitzplätze, sowie dem neu vorgesehen 1. Klasse-Abteil ein besserer Komfort zu Gute. Für Rollstuhlfahrer befinden sich am jeweiligen Kurzkupplungsende je zwei Klappsitze in den beiden Großraumabteilen mit 48 Raucher-Plätzen zweiter Klasse im Steuerwagen und 64 Nichtraucherplätzen im Motorwagen. Die Mehrzweckräume an den Kopfenden sind mit Klappsitzen und Halterungen für Fahrräder versehen und für den Einbau eines Fahrscheinautomaten vorbereitet. Die Durchgangsbreite zwischen Motor- und Steuerwagen konnte durch die Verwendung eines Faltenbalges anstelle der bisherigen Gummiwülste verbreitert werden.

Die DB erteilte im Juni 1985 Duewag (628/928 201-250), MBB (251-300) und LHB (301-350) den Auftrag zur Fertigung von 150 Fahrzeugen. MBB konnte jedoch nur Teile der Wagenkästen liefern, so daß 628/928 276/277) von Duewag und die restlichen Triebwagen von LHB hergestellt wurden. 

Ablieferung und Einsatzgeschichte des 628.2 

Bereits am 17.12.1986 konnte das erste Serienfahrzeug, der 628/928 201 der DB in der jetzt aktuellen Farbgebung „licht-türkis“ übergeben werden. Nach der Erprobung durch die Versuchsanstalt Minden kam das Fahrzeug durch den Ausfall eines 624 am 14.01.1987 zum erstenmal zwischen Löhne und Hildesheim zum öffentlichen Einsatz. Ab dem 7.03.1987 war das Fahrzeug beim Bw Kiel stationiert. Mit 628/928 350 wurde der letzte Triebwagen des ersten Bauloses am 23.09.1989 beim Bw Limburg beheimatet. Insgesamt waren 628.2 somit bei ihrer Ablieferung den Bw Kiel (30 Stück), Karlsruhe (64 Stück), Kempten (22 Stück) und Limburg (34 Stück) zugeteilt. Das Bw Kiel setzte ab 1993 die Fahrzeuge erstmals mit einer Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h ein. Dieser „Hochgeschwindigkeitseinsatz“ endete jedoch bereits Anfang 1996 wegen der zu hohen Beanspruchung der Fahrzeuge und der geringen Einsatzmöglichkeiten.

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