Blockstelle Sundern – Der Vulkan im Bahndamm

Was wäre Eisenbahngeschichte ohne Eisenbahngeschichten?

Aus Unterfranken erreicht uns folgende Geschichte von Reiner Heidemann...

Während meiner Ausbildung zum Bautechniker-Gleisbau war ich für sechs Monate der Bahnmeisterei als Hilfsbauwart Hofgeismar zugeteilt.
Unter anderem war ich für die Betonierung der Mastfundamente zur Elektrifizierung der Strecke zuständig. Um den Transportbeton zu den vorbereiteten Mast-Schalungen zu bringen wären Sperrpausen von mindestens 20 bis 30 Minuten nötig. Die Sperrpausen wurden in der Betra/Betriebsanweisung festgelegt. Die Betra konnte wegen des unüberschaubaren Zuglaufs zwischen Altenbeken und Warburg nicht eingehalten werden.

Grund war eine Dammsenkung zwischen Willebadessen und Neuenherse beim Block Sundern. Die Absenkungen wurden schon längere Zeit beobachtet.

Immer wieder wurde Schotter eingebaut und das Gleis gehoben. Nach vier bis sechs Monaten war der Schotter weg und die senke wieder da. das Ganze soll nach Angaben von Eisenbahnern vom Bahnhof Willebadessen über Jahre gegangen sein.

Bis Anfang der 1970ziger Jahre schwefelstinkender Rauch aus dem Schotter quoll!

Sondierungsbohrungen brachten es an den Tag...

Der Bahndamm brennt innen und hinterlässt nicht nur Asche, sondern auch Hohlräume, welche für Senkungen verantwortlich sind. Versuche, das Feuer mit Wasser zu löschen, brachten keinen Erfolg. Immer wieder entstanden diese Senkungen. Mit mehreren vorgenommenen Bohrungen lokalisierte man das Ausmaß dieses Brandes und vor allem "Was brennt darunter"?

Der Bahndamm war 100 Jahre alt. Die Bahnbauer standen damals vor der Entscheidung, die Schlucht mit einem Viadukt oder auch Ausschüttungen zu überbauen. Man entschied sich für den Damm. Aber der Aushub der benachbarten Einschnitte reichte nicht für die Auffüllung. So wurde mit Aufruf in den naheliegenden Dörfern nach Auffüllmaterial gefahndet.

Eine aufgelassene Ziegelei brachte viel Auffüllmaterial, das auch mit Steinkohle durchsetzt war. Forstarbeiter hatten zudem genau an der Stelle, wo die Kohlenreste offen lagen, ihre Vesper- und Schutzhütte gebaut. Zum Aufwärmen richtete man eine Feuerstelle ein. Von dort nahm der "Vulkan" über Jahre seinen Lauf.

Die Erzählungen von Fahrdienstleitern, die in Willebadessen Dienst taten, hatten mich neugierig gemacht. Was lag näher als sich die Baustelle Sundern anzusehen. Betrieblich war die Blockstelle abgeschaltet, wie das durchgekreuzte Blocksignal auf einem der Fotos belegt. Mit der Beschriftung Hilfsblockstelle war Block Sundern mit einem Beobachter besetzt. Ein Foto zeigt an der Front der Blockstelle zwei sogenannte Kraftstopfer. Damit wurde das instabile Nachbargleis nachgearbeitet.

Heute gibt es das Dienstgebäude und den Bahnübergang in Sundern nicht mehr. Der seinerzeit stabilisierte Bahndamm ist mittlerweile durch eine Neutrassierung samt Eggetunnel ersetzt, die seit Dezember 2003 in Betrieb sind.

Bild rechts: Gut erkennbar, die aus dem Bahndamm austretenden Rauchschwaden sowie die hellen Flecken (Schwefelblüte). Alle Fotos sind aus dem Jahr 1971.

Daten zur Blockstelle Sundern

  • Lage bei km 126.38 Strecke Altenbeken - Warburg
  • 05.05.1914: Umbenennung von Block Casseler Tor zu Bk Sundern
  • 07.09.1975: Umwandlung von Bk zu Posten
  • 26.10.1984: Aufhebung
  • 12.12.2003: Ersatz der Strecke durch Neutrassierung

Wenn auch Sie wie Reiner Heidemann mit Ihren Erinnerungen Eisenbahngeschichte(n) am Leben halten wollen, melden Sie sich bitte bei uns.

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US-Armee investiert in den Gleisanschluss nach Katterbach

According to the US Army's press campaign, the "largest train service to Katterbach in the last ten years" started after a long break in the summer of 2020: It took place daily from July 13th to 26th and served to relocate the 101st Combat Aviation Brigade (CAB), coming from Fort Campbell, Kentucky, USA, that is now the sixth "Rotary Unit". On July 13, 2020 Ingo Ehrlich documented the first transport to the Katterbach barracks.

Laut Pressekampagne der US-Armee startete nach langer Pause im Sommer 2020 der „umfangreichsten Zugverkehr nach Katterbach in den vergangenen zehn Jahren“: Er fand vom 13. bis 26. Juli täglich statt und diente der Verlegung der 101st Combat Aviation Brigade (CAB) aus Fort Campbell im US-Bundesstaat Kentucky als inzwischen sechster „Rotationseinheit“. Am 13. Juli 2020 dokumentierte Ingo Ehrlich den ersten Transport zur Kaserne Katterbach.

In spring 2021 a substantial investment followed in the short railway line to the barracks.
Im Frühjahr 2021 folgte dann eine erhebliche Investition in die Anschlussbahn deren Oberbau teilweise noch aus dem Erbauungsjahr 1936 stammte. (Foto Jörg Schäfer)

>>> zum Bericht und der Geschichte dieser Anschlussbahn in Mittelfranken >>> to the post

Neu bei uns im Foto-Archiv: Fotos von Hans Kobschätzky

Neu bei uns im Photo-Archiv finden Sie Fotos von Hans Kobschätzky bzw. auch aus dessen historischen Sammlung, wie hier Lok 5 "Gutenberg" der Hessischen Ludwigsbahn mit Lokführer C.A. Zander. Die Lokomotive war in diesem Zustand zwischen 1875 und 1895 im Einsatz, so dass das Bild vermutlich in den 1890ziger Jahren entstanden ist. Mit 697 km Streckenlänge war die Hessische Ludwigsbahn, die ihren Sitz in Mainz hatte, eine der größten Privatbahnen in Deutschland.

>> zu den Fotos von Hans Kobschätzky

>>> zu den Bildbeiträgen von Hans Kobschätzky

Immer aktuell – unsere Foto-Datenbank

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Am Mittwoch, den 2. April 2014 erfolgte die jährlich fällige Kontrollfahrt des Oberleitungstriebwagens der Baureihe 701 auf der Strecke Murnau - Oberammergau. Foto Ingo Ehrlich in Altenau

>>> zum letzten Update in der Foto-Datenbank

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40 Jahre Modell- und Eisenbahnclub Selb – Rehau e.V.

2013 feiert der Modell- und Eisenbahnclub Selb - Rehau e.V. sein 40-jähriges  Bestehen. Am 28. Juni 2013 findet zu diesem Anlaß eine Festveranstaltung mit Ehrengästen im Lokschuppen statt. Das Highligt des Jahres ist vom 14. bis 15. September 2013 das Herbstfest mit Live-Musik und verschiedenen Aktionen.

Aus diesem Grund haben wir - zu den Öffnungszeiten jeweils am Samstag zwischen 10 und 18 Uhr - am 8. Juni 2013 das Gelände der Eisenbahnfreunde besichtigt. Obwohl wir mitten in den Arbeitsdienst zur Vorbereitung der Veranstaltung am 28. Juni geplatzt sind, hat man uns gern die Fahrzeugsammlung, den kleinen vierständigen Lokschuppen  mit Drehscheibe und auch das zum Gelände gehörende Stellwerk Selb Stadt Sf gezeigt. Dafür an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank. Ergänzend zu den aktuellen Bildern des Austellungsgeländes zeigen wir auch Fotos vom Betrieb im Jahr 1985 sowie von der Aufsehen eregenden Abholung von E 44 508 im Jahr 2008 von Selb nach Freilassing. Damals wurde extra ein Verbindungsgleises zwischen Selb Stadt Haltepunkt und dem Austellungsgelände verlegt um die E-Lok abtransportieren zu können.

>>> Hier geht es zu unserem Beitrag zum Thema Bahnhof Selb Stadt

Bauarbeiten in Merseburg

Im Bahnhof Merseburg an der Kursbuchstrecke 580/581 (Halle-Großkorbetha) finden zur Zeit umfangreiche Erneuerungsmaßnahmen statt. Einen Eindruck vermitteln die nachfolgenden Bilder.

Erste erneuerte Gleise sind zu erkennen, während der Betrieb auf den noch nicht sanierten Bahnsteigen bzw. Gleisen aufrecht gehalten wird.


Ein Blick vom Bahnhofsgebäude - im Hintergrund wartet an den alten Anlagen noch reichlich Arbeit.

Taurus ES64U2-028 verlässt mit seiner Regionalbahn aus Erfurt den Bahnhof Merseburg und hat bald sein Ziel Halle/Saale erreicht.

Kurz vorher durchfährt die MEG 219 Merseburg, ebenso wie


die 261 024.

Die Freunde der alten Wassertürme kommen auch in Merseburg auf ihre Kosten - einzig der Wasserturm steht nach vielen städteplanerischen Maßnahmen etwas im Abseits:

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