Bildgalerie zur Baureihe 120

Es geht dem Ende entgegen: Am 23. Juli 2020 brachte 101 076 weitere fünf Lok der Baureihe 120.1 (120 152, 120 147, 120 105, 120 133 und 120 102) zur Abstellung von München nach Leipzig. Foto: Marcus Niedt. Bereits am 16.07.2020 nahmen 120 123, 132,119, 104 und 146 gezogen von 101 114 den gleichen Weg.

Anläßlich der Abstellung der Baureihe 120 bei DB Fernverkehr am 12.07.2020 erinnern wir in einer Bildgalerie an den Lebenslauf der Baureihe von 1979 bis 2020.

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Bayerische Elektromobilitäts-Strategie Schiene zur Reduzierung des Dieselverkehrs im Bahnnetz in Bayern

648 323 am 4. Oktober 2017 in Markt Erlbach. Foto Stefan Eisenhut.

Zusätzlich zu den Strecken, die bereits im Verkehrswege-Plan zur Elektrifizierung angemeldet sind (München - Mühldorf - Freilasssing; München - Memmingen - Lindau; Regensburg - Schwandorf - Hof) forderte der bayerische Innenminister Joachim Hermann, dass der Bund ein Sonderinvestitionsprogramm auflegen soll.
In addition to the routes that are already registered for electrification (Munich - Mühldorf - Freilasssing, Munich - Memmingen - Lindau, Regensburg - Schwandorf - Hof), the Bavarian Interior Minister Joachim Hermann demanded that the federal government set up a special investment program.

Die Forderung aus Bayern betrifft folgende Strecken, die elektrifiziert werden sollen:
The claim from Bavaria concerns the following routes that are to be electrified:

  • Holzkirchen - Bayerischzell
  • Holzkirchen - Lenggries
  • Schaftlach - Tegernsee
  • Ebersberg - Wasserburg
  • Kaufering - Landsberg
  • Ulm - Memmingen - Kempten
  • Senden - Weißenhorn
  • Siegelsdorf - Markt Erlbach
  • Neunkirchen am Sand - Simmelsdorf-Hüttenbach
  • Aschaffenburg - Miltenberg incl. Hafenbahn

Der Investitionsbedarf für die genannten Strecken liegt bei ca. Euro 600 Mio.
The investment requirement for the mentioned routes is approximately € 600 million.

648 325 am 4. Oktober 2017 in Simmelsdorf-Hüttenbach. Foto Stefan Eisenhut.

Zusätzlich will die bayerische Staatsregierung folgende Pilotprojekte umsetzen:
In addition, the Bavarian state government wants to implement the following pilot projects:

  • Eco DeMe Train (Eco Dieselelektrisch-Multiengine Train; Dieselelektrische Lokomotive mit Stromabnehmerwagen) auf der Strecke Mühldorf – München
  • Eco Train (Diesel-/Batterie-Hybrid mit Stromabnehmer) auf der Strecke Schöllkrippen – Hanau
  • Oberleitungs-/Batterie-Hybrid auf den Strecke Ebern – Bamberg, Pleinfeld - Gunzenhausen sowie auf dem Netz des bayerischen Oberlandes
  • Oberleitungs-/Diesel-Hybrid auf der Strecke Bogen – Straubing – Radldorf – Neufahrn
  • LOHC-Technik (Liquid Organic Hydrogen Carriers) auf den Strecken Augsburg – Füssen und/oder Eichstätt Bahnhof – Eichstätt Stadt

Das plötzliche Interesse der bayerischen Staatsregierung am Ausbau des regionalen Schienennetzes überrascht. Vielleicht liegt es ja daran, dass dieses Jahr noch Landtagswahlen sind...
The sudden interest of the Bavarian state government in the expansion of the regional rail network surprised. Maybe it's because this year are still regional elections in Bavaria...

V 100 in Privatbahnausführung

V 100 PA in Gammertingen

Es ist immer wieder eine Freude, unsere Foto-Datenbank zu erweitern. Diesmal fielen uns Bilder von der speziell für den Einsatz bei Privatbahnen ausgelegten Variante der bekannten Bundebahn Baureihe V 100 in die Hände. Von dieser später mit G 1300 BB bezeichneten MaK-Dieselokomotive - gängige Bezeichnung V 100 PA - wurden zwischen 1963 und 1969 nur zehn Maschinen gebaut,  nachdem Privatbahnen die kostengünstigeren Starrrahmenlokomotiven mit Stangenantrieb bevorzugten. Das Foto von Ingo Ehrlich zeigt die unter der Herstellernummer 1000247 von MaK 1963 als erste Maschine dieses Typs gebaute Lokomotive am 8. April 1983 im Bahnhof Gammertingen. Die Hohenzollerische Landesbahn (HzL) hatte die Lok 1964 als V 122 übernommen und setzte sie vor schweren Güterzügen im Salztransport ein. Gegen Ende ihres Einsatzes war die Lokomotive vorwiegend Betriebsreserve und leistete bei Bedarf Schubdienste auf der Rampe zwischen Stetten und Gammertingen. Ihr Einsatz bei der HzL endete im Juni 2011.

V 100 PA mit Sonderzug zwischen Hechingen und Gammertingen

Und noch ein echtes Schmankerl ist dieser Sonderzug, der zwischen Hechingen und Gammertingen von Ingo Ehrlich am 7. April 1985 abgelichtet wurde. V 122 der HzL führt zusammen mit TAG 7 einen Sonderzug, der von einer weiteren Dampflok nachgeschoben wird. Beide Bilder stehen nun - wie 35.565 weitere Bilder - unseren Abonnenten zum Download zur Verfügung.

V 122 der HzL im Bahnhof Hanfertal

Am 17. Mai 1996 brachte V 122 einen Militärtransport zur Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen. Langsam drückte V 122 den Transport in das Ladegleis des Bahnhofs Hanfertal. Foto Ingo Ehrlich.

Von Slowenien nach Ostpreußen – ein Reisebericht

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Im Mai 2015 führte mich eine zweiwöchige Eisenbahnreise durch das östliche Europa. Am letzten Tag vor dem großen Bahnstreik bei der DB führte mich am 4. Mai 2015 die Fahrt von München aus nach Villach und Jesenice um dort endlich einmal die Wocheinerbahn zu besuchen. Dabei war auch der Autozug der Slowenischen Eisenbahnen (Slovenske zeleznice (SZ)) in den Reiseplan einbezogen worden. Dieser Zug dient dem Autotransport durch den 6.327,4 Meter langen Wocheinertunnel, der auf dem Bild im Bahnhof von Podbrdo vom Montag, den 4. Mai 2015, im Hintergrund zu sehen ist (Foto Ingo Ehrlich). Am Dienstag, den 5. Mai hieß es früh aufstehen, da der einzige Zug des Tages nach Ljubljana schon um 6.13 Uhr in Divaca abfuhr. Ziel des Tages war Budapest-Deli, dass mit der einzigen Direktverbindung, dem EC 247 "Citadella" erreicht wurde.

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Donnerstag, den 7. Mai, führte der illustre Fahrtweg direkt ab Budapest-Keleti nach Kosice in die Slowakei, um abends dann Poprad zu erreichen.Im Bild: 183 004 der ZSSK Cargo (Zeleznica spolocnost) am 7. Mai 2015 im Bahnhof Poprad vor der Kulisse der Hohen Tatra. Foto Ingo Ehrlich

Von Poprad aus ging es am Freitag, den 8. Mai zunächst mit der Schmalspurbahn in die Hohe Tatra, um dann von 1.340 Meter N.N. mit der Zahnradbahn hinab zur Hauptstrecke zu fahren. Fahrtziel war die Bahnstrecke Banska Bystrica - Cervena Skala - Margecany, die landschaftlich sehr reizvoll mit einem Kehrtunnel bei Telgart durch das Slowakische Erzgebirge und die Niedere Tatra führt.

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Im detaillierten Bericht zur Reise können Sie die weitere Reise nachvollziehen, die von Kosice aus über den Zahnradbahnabschnitt Tisovec - Pohronska Polhora weiter nach Zvolen und Kremnica nach Zilina führte. Im Teil 2 der Reise wir die Weiterfahrt von Zilina aus in die Tschechische Republik behandelt. Über Ceska Trebova und Brno wurde der nur am Wochenende fahrende Kurswagenzug Praha - Jesenik benutzt, der in Glucholazy (Polen) Anschluß nach Nysa (Neiße) und weiter nach Opole (Oppeln) vermittelte. Von Oppeln aus ging es weiter in das äußerst sehenswerte Krakau. Eisenbahntechnisch interessant ging es von dort über Warschau mit dem Hochgeschwindigkeitszug der PKP nach Marienburg und Danzig. Nach Besichtigung von Danzi und der Marienburg führte der Reiseweg über Elbing, Allenstein/Ostpreußen und Rastenburg bis nach Lyck (heute Elk) in Masuren. Von dort führte die nächste Tagesetappe über Allenstein und Thorn nach Posen (heute Poznan), um am Folgetag die Verbindung über Breslau (heute Wroclaw)  und Glatz (heute Glodzko) in die Tschechische Republik  nach Reichenberg (heute Liberec) zu nutzen. Von Nordböhmen aus ging es über Turnov, Mlada Boleslav, Kolin nach Brno um von dort aus mit dem neuen Railjet der CD den Wiener Hauptbahnhof anzusteuern, um von dort mit dem Railjet der ÖBB weiter nach München zu fahren.

>>> zum ausführlichen Reisebericht mit vielen Fotos Teil 1

>>> zum ausführlichen Reisebericht mit vielen Fotos Teil 2

Rezension – Wechselstrom-Zugbetrieb in Deutschland – Band 3 (Teil 2)

 Im Oldenbourg Industrieverlag ist der 2. Teil  zum Band 3 "Die Deutsche Reichsbahn 1960 bis 1993" erschienen.

Das Autorenteam P. Glanert, Th. Scherrans, Th. Borbe und R. Lüderitz haben damit die faktenreiche Reihe zum Wechselstrom-Zugbetrieb in Deutschland fortgesetzt. Ein klarer roter Faden führt durch das Thema zwischen 1960 und 1993 bei der Deutschen Reichsbahn.

Dabei werden viele bislang nicht veröffentlichte bzw. unbekannte Fakten genannt (z.B. zu den Baureihen 208, 210 und 255 der DR), die für eine umfassende Quellenrecherche sprechen. Den Autoren gelingt es, Fachspezifika leicht verständlich zu vermitteln, sodass der Band flüssig und interessant zu lesen ist. Ergänzt wird das Buch durch eine CD auf der sich Fotogalerien zum Thema sowie Einschalt- und Inbetriebnahmedaten der mit 16 2/3 Hz elektrifizierten Strecken der DR neben diversen Berichten befinden.
Nach unserer Einschätzung wird das Buch allen Interessierten als Standardwerk der elektrischen Zugförderung bei der Deutschen Reichsbahn der DDR dienen.

03.04.2013 Ingo Ehrlich

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