Deutschlandtakt soll für Tempo zwischen Nürnberg und Würzburg sorgen

Das Bild von Ulrich Winkler erinnert an die erstklassigen Trans-Europ-Express-Züge. Anlässlich einer Sonderfahrt brachte 103 245 am 19. September 2020 TEE 45 über die Bestandsstrecke bei Hagenbüchach.

Derzeit ist es nur eine Ankündigung eines neuen Großprojektes. Eine Beschleunigung der Züge zwischen Nürnberg und Würzburg war schon lange überfällig, liegt der Abschnitt doch zwischen den Neubaustrecken Ingolstadt - Nürnberg und Würzburg - Hannover, vom kurzen Ausbauast Richtung Frankfurt mal abgesehen. Wie zur guten alten Zeit benötigen die Fernzüge zirka eine Stunde für die Fahrt. Die starke Belegung der bestehenden Strecke macht einen Neubau unumgänglich. Ganz einfach wird der Neubau allerdings nicht werden, da das Umland von Nürnberg und Fürth stark besiedelt ist.

Mit 864 Millionen Euro soll zusätzlich vom geplanten Güterverkehrstunnel zur Umfahrung von Fürth ein neuer Fernverkehrstunnel die Neubaustrecke von Nürnberg bis Fürth-Bislohe führen. Dort ist ein Abzweig in Richtung Bamberg und Erfurt geplant. Der weitere Trassenverlauf ist derzeit noch offen. Geplant ist, in Rottendorf wieder an die Bestandstrecke anzuschließen und diese mit einem vierten Gleis bis Würzburg auszubauen.

Mit Kosten von 5,5 Milliarden Euro ist das Projekt die teuerste Einzelbaumaßnahme aller Deutschlandtakt-Projekte. Mit Spitzengeschwindigkeiten von 300 km/h soll sich die Fahrzeit zwischen Nürnberg und Würzburg auf 29 Minuten reduzieren.

 

Zweiter Frühling oder eher Herbst für 111 111 ?

Di1 1978 mit der Fabriknummer 19843 bei Krauss-Maffei gebaute E-Lok 111 111 zeigt sich seit dem Sommer 2021 wieder in ihrer ursprünglichen S-Bahn Lackierung. Die Maschine von DB-Gebrauchtzug erwischte Ralf Händeler am 17. September 2021 zwischen Gruiten und Haan vor einem RB 48-Ersatzzug. Dieser Einsatz dauerte in etwa eine Woche und ist mittlerweile schon wieder beendet.

>>> 111 111 in unserer Foto-Datenbank

 

Erste elektrische Zugfahrten zwischen Ulm und Friedrichshafen

Geführt von 101 014 fanden am 14.09.2021 erste Testfahrten auf der frisch elektrifizierten Strecke Ulm - Friedrichshafen statt. Foto Stefan Schmid.

Seit dem 1. Juli steht der Abschnitt von Ulm über Friedrichshafen bis Lindau-Aeschach unter Spannung. Nach den Testfahrten soll die elektrifizierte Strecke planmäßig im Dezember 2021 in Betrieb gehen.

>>> zu allen Bildern der Strecke Ulm - Aulendorf - Friedrichshafen in unserer Datenbank

 

Mit dem Wasserstoffzug ins Allgäu

Präsentationsfahrt des Wasserstoff-Triebwagens 654 101 am 13.09.2021 als Sonderzug 90630 von Augsburg nach Kempten. Foto Stefan Schmid.

Der französische Hersteller Alstom stellte am 13. September 2021 einen mit Wasserstoff betriebenen Triebwagen für eine Präsentationsfahrt von Augsburg nach Kempten zur Verfügung. Mit an Bord waren Ministerpräsident Markus Söder sowie die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer. Die Alltagstauglichkeit dieses Fahrzeugtyps soll 2022 zwischen Augsburg und Füssen getestet werden-

Das Wunder von Neuendettelsau

Ende April 2021 erklärte die DB AG die Absicht, das Reisezentrum in Neuendettelsau an der Nebenstrecke von Wicklesgreuth nach Windsbach schließen zu wollen.

Eine sehr erfreuliche Nachricht traf am 13.07.21 ein: Die Deutsche Bahn AG wird ihr Reisezentrum im Bahnhof Neuendettelsau nicht schließen. Der Schalter bleibt über den 31.12.21 hinaus wie bisher geöffnet: Montag, Dienstag und Mittwoch von 8 bis 12 Uhr sowie Donnerstag und Freitag von 13 bis 17 Uhr.

Der vehemente Einsatz von Kommunalpolitikern, Diakoneo, Mission Eine Welt und vieler Mitbürger/innen hat sich gelohnt. Wie groß der Rückhalt in der Bevölkerung ist, zeigt auch das Ergebnis der vom Fahrgastverband PRO BAHN angestoßenen Petition: Über 5.500 Unterschriften sammelte der rührige Verband auf den Listen gegen die Schließung des Bahnhofs und 2.126 unterzeichneten online.

Die Entscheidung fiel an höchster Stelle, nämlich bei der Bayerischen Verkehrsministerin Kerstin Schreyer. Sie schrieb, dass Neuendettelsau in mehrerlei Hinsicht ein Sonderfall ist und entgegen dem allgemeinen Trend die Verkaufszahlen nicht gesunken, sondern sogar leicht gestiegen sind. Hinzu kämen die vielen sozialen Einrichtungen, von denen sie auch explizit angesprochen wurde.

Und damit nicht genug: Nur ein paar Tage vorher kam aus München die Nachricht, dass ab dem nächsten Fahrplanwechsel im Dezember 2021 der „Löhe-Express“ auch samstags und sonntags im Stundentakt nach Windsbach fahren wird. Beste Voraussetzungen also für alle, das gute Angebot der Bahn noch mehr als bisher zu nutzen !

Übrigens wird ab Dezember 2021 auch die Strecke Roth - Hilpoltstein vom Stundentakt am Wochenende profitieren. Nur zwischen Pleinfeld und Gunzenhausen muss man sich noch bis zum 15.12.2024 gedulden, dann wird mit der Betriebsaufnahme nach Wassertrüdingen auch dort am Wochenende Stundentakt angeboten werden.

Die erste Hochdruck-Lokomotive der Welt

Die Lokomotivfabrik Henschel & Sohn AG, Kassel rüstete im Jahre 1925 die Lokomotive 17 206 mit einem Hochdruck-Kessel der Bauart Schmidt-Hartmann aus. Dieser bestand aus dem Hochdruck-Behälter, der zum Aufnehmen des Speisewassers und zum Erzeugen des Arbeitsdampfes von 60 atü durch die in den Behälter eingebauten Verdampfer diente und aus der Wasserrohr-Feuerbüchse zur mittelbaren Wärmeübertragung vom Heizgas zum Kesselwasser. Als umlaufender Wärmeträger diente nasser Dampf. Nachdem der konstruktive Mehraufwand nicht in Relation zur Leistungssteigerung gegenüber den Serienlokomotiven stand, wurde die Maschine 1929 wieder in den Ursprungszustand zurück gebaut und 1936 ausgemustert.

Wir haben einen Firmenprospekt aus dem Jahre 1930 digitalisiert und als dreiseitiges Flipbook aufbereitet.

>>> zum Flipbook geht es hier mit Ticket

Arnold Jung Lokomotivfabrik, Jungenthal

On February 13, 1885, Arnold Jung and Christian Staimer founded the Jung & Staimer OHG, which was renamed Arnold Jung Lokomotivfabrik, Jungenthal in 1913. Up to the end of locomotive production in 1976, more than 12,000 locomotives were built, including the last new steam locomotive delivered to the Deutsche Bundebahn 23 105. Richly illustrated company brochures from 1930 and 1964 are available from us with a ticket as a flipbook.

Am 13. Februar 1885 gründeten Arnold Jung und Christian Staimer die Jung & Staimer OHG, die 1913 in Arnold Jung Lokomotivfabrik, Jungenthal umfirmierte. Bis zur Einstellung der Lokomotivproduktion im Jahre 1976 wurden mehr als 12.000 Lokomotiven erbaut, darunter auch die letzte an die Deutsche Bundebahn ausgelieferte Neubaudampflok 23 105. Reich illustrierte Firmenprospekte aus den Jahren 1930 und 1964 finden Sie bei uns mit Ticket als Flipbook.

>>> Overview / Übersicht Lokomotivfabriken

Nachwuchs für das Rhön-Zügle

Am 3. Dezember 2020 traf die von den Verkehrsbetrieben Elbe-Weser GmbH erworbene 263 734 von 332 066 gezogen in Fladungen ein. Dort war die im Jahr 1960 gebaute Diesel-Lok von 2012 bis 2020 im Einsatz.  Fotos Wolfgang Bleiweis.

Ende Juli 2021 traf die Lok erneut in Fladungen ein, nachdem sie vorher im Dampflokwerk Meiningen frisch lackiert worden war. Damit steht V 60 734 nun in ihrem Ursprungslack dem Rhön-Zügle zur Verfügung. Die 1898 eröffnete Nebenstrecker Mellrichstadt - Fladungen im Norden Bayerns wird nach Einstellung des Personenverkehrs im Jahre 1976 und des Güterverkehrs Anno 1987 seit 1996 als Museumsbahn betrieben. Unter anderem steht dort die 98 886 im Museumsverkehr im Einsatz.

>>> zu den Fotos der Strecke Mellrichstadt - Fladungen

Ausstellung Deutschland – Schwartzkopff Lokomotive 03 256

At the exhibition "Deutschland" being inaugurated on 18th July 1936 in Berlin at the occassion of the Olympic Games and lasting till August 16th, the German State Railway Company are also represented. In hall I they show amongst other vehicles an express locomotive of class 03 built by the Berliner Maschinenbau-Actien-Gesellschaft vormals L. Schwartzkopff, Berlin.

This locomotive of a weight of 90 tons without tender has been carried through the streets of Berlin to the exhibition. The machine has been lifted by four heavy lifting jacks supported by concrete blocks, then put on 2 transport vehicles of the "Culemeyer" type, of 24 wheels each and hauled to the exhibition. The following pictures of our flipbook show this difficult and interesting transport (access only with a valid ticket).

>>> Flipbook mit / with Ticket (16 Seiten)

Anno 1935 – 83 Jahre Lokomotivbau bei Schwartzkopff

The Berliner Maschinenbau-Actien-Gesellschaft formerly L. Schwartzkopff published an overview of available steam, diesel and electric locomotives for the centenary of the German railway industry.

Die Berliner Maschinenbau-Actien-Gesellschaft vormals L. Schwartzkopff veröffentlichte zur Jahrhundertfeier des deutschen Eisenbahnwesens eine Übersicht lieferbarer Dampf-, Diesel- und Elektro-Lokomotiven.

Darunter die Einheits-Dampflokomotiven der Deutschen Reichsbahn in Normal- und Schmalspur sowie die Versuchslokomotiven S 10.2 Mitteldrucklokomotive, H02 1000 Höchstdrucklokomotive Bauart Schwartzkopf-Löffler. Das ELNA-Typenprogramm und Werkslokomotiven runden das Bild ab.

Sicherlich ein Höhepunkt des Katalogs sind die Auslandslieferungen an Dampflokomotiven der Jahre 1927 bis 1935 in Länder wie:

Argentinien, Brasilien, Bulgarien, Chile, Jugoslawien,  Estland, Griechenland, Indien, Java, Kolumbien, Niederlande, Paraguay, Portugal, Rumänien, Russland, Siam-China, Südafrika, Türkei, Venezuela.

Interessant ist die Abhandlung der angebotenen elektrischen Lokomotiven mit Stangen- oder Einzelachsantrieb, darunter die Baureihen E 30, E 44, E 44.5, E 50.4, E 52, E 73, E 75 sowie Gruben-Lokomotiven, aber auch E-Loks für Brasilien, Frankreich und Zahnrad-E-Loks für Werksverkehre in Russland.

Für den Verschiebedienst bei der Deutschen Reichsbahn, den Niederländischen Eisenbahnen, Dänische Bahnen, Venezuela-Bahn und Industriebetriebe wurden Motorkleinlokomotiven unterschiedlicher Leistungsgruppen und auch in schmaler Spur angeboten.

Ergänzt wird die Abhandlung durch einen Ausblick auf Super-Schnellzug-Dampflokomotiven mit Einzelachsantrieb und normalen oder Velox-Kessel sowie auf eine Groß-Diesellokomotive.

Die Abbildung oben zeigt die preußische EP 251 (spätere Baureihe E 50 51), die nach ihrer Indienststellung 1924 auf den Gebirgsstrecken in Schlesien und anschließend zwischen Magdeburg, Halle und Leipzig im Einsatz standen.

Diese meisterhaft digitalisierte Broschüre ist wahrlich ein Augenschmaus und steht als Flipbook zur Verfügung.

>>> zur Übersicht Lokomotivfabriken >>> to the overview of locomotive factories

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