Bayerische Elektromobilitäts-Strategie Schiene zur Reduzierung des Dieselverkehrs im Bahnnetz in Bayern

648 323 am 4. Oktober 2017 in Markt Erlbach. Foto Stefan Eisenhut.

Zusätzlich zu den Strecken, die bereits im Verkehrswege-Plan zur Elektrifizierung angemeldet sind (München - Mühldorf - Freilasssing; München - Memmingen - Lindau; Regensburg - Schwandorf - Hof) forderte der bayerische Innenminister Joachim Hermann, dass der Bund ein Sonderinvestitionsprogramm auflegen soll.
In addition to the routes that are already registered for electrification (Munich - Mühldorf - Freilasssing, Munich - Memmingen - Lindau, Regensburg - Schwandorf - Hof), the Bavarian Interior Minister Joachim Hermann demanded that the federal government set up a special investment program.

Die Forderung aus Bayern betrifft folgende Strecken, die elektrifiziert werden sollen:
The claim from Bavaria concerns the following routes that are to be electrified:

  • Holzkirchen - Bayerischzell
  • Holzkirchen - Lenggries
  • Schaftlach - Tegernsee
  • Ebersberg - Wasserburg
  • Kaufering - Landsberg
  • Ulm - Memmingen - Kempten
  • Senden - Weißenhorn
  • Siegelsdorf - Markt Erlbach
  • Neunkirchen am Sand - Simmelsdorf-Hüttenbach
  • Aschaffenburg - Miltenberg incl. Hafenbahn

Der Investitionsbedarf für die genannten Strecken liegt bei ca. Euro 600 Mio.
The investment requirement for the mentioned routes is approximately € 600 million.

648 325 am 4. Oktober 2017 in Simmelsdorf-Hüttenbach. Foto Stefan Eisenhut.

Zusätzlich will die bayerische Staatsregierung folgende Pilotprojekte umsetzen:
In addition, the Bavarian state government wants to implement the following pilot projects:

  • Eco DeMe Train (Eco Dieselelektrisch-Multiengine Train; Dieselelektrische Lokomotive mit Stromabnehmerwagen) auf der Strecke Mühldorf – München
  • Eco Train (Diesel-/Batterie-Hybrid mit Stromabnehmer) auf der Strecke Schöllkrippen – Hanau
  • Oberleitungs-/Batterie-Hybrid auf den Strecke Ebern – Bamberg, Pleinfeld - Gunzenhausen sowie auf dem Netz des bayerischen Oberlandes
  • Oberleitungs-/Diesel-Hybrid auf der Strecke Bogen – Straubing – Radldorf – Neufahrn
  • LOHC-Technik (Liquid Organic Hydrogen Carriers) auf den Strecken Augsburg – Füssen und/oder Eichstätt Bahnhof – Eichstätt Stadt

Das plötzliche Interesse der bayerischen Staatsregierung am Ausbau des regionalen Schienennetzes überrascht. Vielleicht liegt es ja daran, dass dieses Jahr noch Landtagswahlen sind...
The sudden interest of the Bavarian state government in the expansion of the regional rail network surprised. Maybe it's because this year are still regional elections in Bavaria...

Aus Regensburg Rbf wird „Das Dörnberg“ – eine Zeitreise durch fünf Jahrzehnte

Bild 10

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Erster Akt, 1973 – 1988: Letzte Blüte des Rangierbahnhofs mit althergebrachter Technik

Zweiter Akt, 1989 – 1994: Modernisierung als Knotenpunktbahnhof und Niedergang zur späten Bundesbahnzeit

Dritter Akt, 1995 – 2010: Verfall und Rückeroberung der Flächen durch die Natur

Letzter Akt, 2011 – 2015: Abklemmen der Gleise, Abriss der Anlagen und Freimachung des Baufelds für ein neues Wohngebiet

>>> zum Beitrag von Thomas Stoiber

Unterstützen Sie die Petition – Leistung, Familie und Beruf statt CO2 – Recht auf Heimarbeit

Hunderttausende deutsche Berufstätige fahren jeden Tag viele Kilometer zur Arbeit, obwohl dies aufgrund ihrer Tätigkeit nicht unbedingt notwendig ist. Dies führt zu überflüssigem Verkehrsaufkommen mit entsprechender CO2- bzw. Stickoxid-Belastung der Umwelt, zu überflüssigen Zeitabstimmungsproblemen im familiären Umfeld (Vereinbarkeit Familie und Beruf), zu vermeidbaren Risiken im Berufsverkehr, zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch weniger Regenerationsphasen (weniger Schlaf) und fördert Zentralisierungstendenzen bei Ballungsräumen (Schwächung der Infrastruktur im ländlichen Raum durch die 10-stündige Abwesenheit von Kundenpotential). Dies könnte geändert werden, wenn wir analog zu den Niederlanden auch in Deutschland ein Recht auf Heimarbeit oder Telearbeit einführen.

Begründung:

Insbesondere in Anbetracht der Diskussion um den immer höher werdenden CO2-Ausstoß, ist es doch das naheliegendste, den Ausstoß von CO2 zu vermeiden, anstatt nur zu verringern. Dies würde durch den Ausbau der Heimarbeit mit sehr geringem Aufwand erzielt werden können. Die Belastung der persönlichen Situation würde durch das Entfallen der Fahrzeiten und der persönlichen Anwesenheit vor Ort im Betreuungsfall (Kinder, pflegebedürftige Angehörige) zudem erheblich reduziert werden. Zugleich entsteht durch den Wegfall der Fahrkosten ein erhebliches Sparpotenzial für den Beschäftigten, das ggf. in die Wirtschaft vor Ort fließen und dadurch die lokale Infrastruktur stärken könnte. Die positiven Effekte für ihn und sein Umfeld sind enorm. Durch die Einbeziehung und Anerkennung seiner Lebenssituation steigt seine Identifikation mit seinem Arbeitgeber. Es wäre für alle Seiten eine positive Veränderung.

>>> zur Online-Petition

Bürger stimmen für Wiedereröffnung des Bahnbetriebs zwischen Gotteszell und Viechtach

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Seit der Einstellung des Personenverkehrs zwischen Gotteszell und Viechtach am 1. Mai 1991 erinnern dank des Engagements des Vereins Wanderbahn im Regental e.V. an den Wochenenden in der Tourismussaison die Wanderzüge an die Zeiten des planmäßigen Personenverkehrs. Die einst weiterführende Strecke nach Blaibach ruhte seit dem 4. Februar 1991, nachdem Schäden an der Regenbrücke bei Blaibach festgestellt worden waren. Zwischenzeitlich ist der Abschnitt zwischen Viechtach und Blaibach abgebaut worden.  Stefan Eisenhut dokumentierte am 16.08.2009 die Garnitur der Wanderbahn vor dem Bahnhofsgebäude in Viechtach.

Nachdem Ende 2014 im Kreisrat von Regen keine Entscheidung zur Aufnahme eines Probebetriebs auf der noch liegenden Strecke Gotteszell - Viechtach getroffen wurde, waren am Sonntag, den 8. Februar 2015 die Bürger des Landkreises Regen aufgerufen, für oder gegen den Probebetrieb zu stimmen. Der Freistaat Bayern ist grundsätzlich bereit zwei Jahre lang einen Probebetrieb einzurichten, sofern der Landkreis 10% Eigenanteil trägt. Der Eigenanteil des Landkreises Regen dürfte in etwa somit bei Euro 400.000 liegen. Eine dauerhafte Aufnahme des Personenverkehrs nach dem Probebetrieb setzt ein Fahrgastaufkommen von 1.000 Menschen täglich voraus.

Trotz durchaus auch sehr kritischen Stimmen zur Reaktivierung fiel das Votum der Bürger deutlich für die Aufnahme des Probebetriebs aus. Wenn alles klappt, könnte die Strecke schon im September 2016 planmäßigen Personenverkehr aufweisen. Wer nicht ssolange warten will, dem empfehlen wir die auch 2015 wieder verkehrenden Wanderzüge im Regental zu nutzen. Den aktuellen Fahrplan finden Sie hier auf der Homepage der Wanderbahn im Regental e.V.

>>> hier geht es zu allen Fotos von der Strecke Gotteszell - Viechtach - Blaibach in unserer Foto-Datenbank

Online-Petition – Rettet die Ybbstalbahn

2095 010 auf der Brücke der Ybbstalbahn in Waidhofen (Foto August 1987 von Ralf Händeler)

Als die Welt noch in Ordnung war: 2095 010 auf der Brücke der Ybbstalbahn in Waidhofen (Foto August 1987 von Ralf Händeler)

Keine guten Nachrichten erreichen uns von der Ybbtstalbahn: am 07.02.2014 wurden am Bahnhof Hollenstein die Schienen entfernt und die Weichen herausgerissen! Damit ist das Ende der Ybbstalbahn eingeläutet.
Vor Ort wurde zu folgenden friedlichen Protestaktionen aufgerufen:

  • 09.02.2014 14:00 Uhr Bahnhof Opponitz
  • 13.02.2014 10:30 Uhr Wien, Radetzkystrasse 2, Verkehrsministerium gemeinsame Demonstration mit Thayatalbahn-Freunden
  • 16.02.2014 14:00 Uhr Lokalbahnhof Waidhofen:  Menschenkette

Wer nicht vor Ort sein kann - bitte beteiligen Sie sich an der aktuellen Online Petition

>>> zur Online-Petition

>>> zu den Fotos in unserer Datenbank

 

Rezension – Wechselstrom-Zugbetrieb in Deutschland – Band 3 (Teil 2)

 Im Oldenbourg Industrieverlag ist der 2. Teil  zum Band 3 "Die Deutsche Reichsbahn 1960 bis 1993" erschienen.

Das Autorenteam P. Glanert, Th. Scherrans, Th. Borbe und R. Lüderitz haben damit die faktenreiche Reihe zum Wechselstrom-Zugbetrieb in Deutschland fortgesetzt. Ein klarer roter Faden führt durch das Thema zwischen 1960 und 1993 bei der Deutschen Reichsbahn.

Dabei werden viele bislang nicht veröffentlichte bzw. unbekannte Fakten genannt (z.B. zu den Baureihen 208, 210 und 255 der DR), die für eine umfassende Quellenrecherche sprechen. Den Autoren gelingt es, Fachspezifika leicht verständlich zu vermitteln, sodass der Band flüssig und interessant zu lesen ist. Ergänzt wird das Buch durch eine CD auf der sich Fotogalerien zum Thema sowie Einschalt- und Inbetriebnahmedaten der mit 16 2/3 Hz elektrifizierten Strecken der DR neben diversen Berichten befinden.
Nach unserer Einschätzung wird das Buch allen Interessierten als Standardwerk der elektrischen Zugförderung bei der Deutschen Reichsbahn der DDR dienen.

03.04.2013 Ingo Ehrlich

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