Leipzig
- Bad Lausick - Chemnitz

Am
31. Mai 1991 rollte noch eine 132 der Deutschen Reichsbahn mit
Doppelstockwagen von Chemnitz nach Leipzig über das Göhrener
Viadukt, das neben der Elster- und Göltzschtalbrücke
gehört sie zu den imposantesten deutschen Brückenbauten
aus der Frühzeit des Eisenbahnbaues. Sie befindet sich
zwischen den Bahnhöfen Cossen und Narsdorf und überspannt
das Tal der Zwickauer Mulde bei Göhren mit einer Höhe
von 68m.
Der
Göhrener Viadukt:
Die
Grundsteinlegung war am 27. Mai 1869 und die Fertigstellung
war bereits im Juni 1871. Architekten waren die Herren Claus,
der Erbauer des Flöhatalviadukts, und Bake. Der Bau wurde
mit 4000 bis 5000 Arbeitern begonnen, darunter 1000 Maurer,
die überwiegend Italiener waren. 340 Pferde waren für
den Antransport der Baumaterialen eingesetzt. Der Granit kam
aus der Umgebung, so der helle Granit aus Fischheim bei Wechselburg
und Markersdorf und der rötliche Granit aus der Nähe
von Göhren, ebenso wie der Rochlitzer Porphyr.
Das Volumen des gesamten Mauerwerks: 55.514 Kubikmeter.
Die Kosten für den Bau: 1,2 Millionen Taler, gleich 3,6
Millionen Reichsmark.
Am 8.12.1871 konnte der erste Zug über die Eisenbahnbrücke
fahren.
Die
zweietagige Brücke überspannt die Zwickauer Mulde.
Imposant ist der zweigeschossige Mittelteil, mit symmetrischem
Aufbau. Die Spannweite Im unteren Teil beträgt bei je zwei
Bögen 14 Meter und oben mit je drei Bögen 16 Meter
und anschließend je zweimal 14 Meter. Auf jeder Seite
des zweigeschossigen Teiles bildet ein Gruppenpfeiler den Abschluß.
In südlicher Richtung nach Chemnitz folgt der Stützmauerbereich
und in nördlicher Richtung nach Leipzig ein einetagiger
Brückenteil mit neun Bögen. Die Gesamtlänge betrug
ursprünglich 512m und wurde durch Verfüllung der Bögen
an den Enden des Viaduktes bei Sanierungsarbeiten zwischen 1982-86
auf 381 Meter verkürzt. (266
KB) Strecke/line: Leipzig-Chemnitz
Autor: Ingo Ehrlich
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