Baureihe – 628.0

628 002 am 17.09.1997 bei Neuburg/Kammel (Strecke Mindelheim-Krumbach-Günzburg). Foto Stefan Geisenfelder.

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Als Nachfolger der Schienenbusse der Baureihen 795 und 798 sowie der Akku-Triebwagen (Baureihe 515) entwickelte das Bundesbahn-Zentralamt München in Zusammenarbeit mit der Waggonfabrik Uerdingen das Konzept eines Nahverkehrstriebwagens der Baureihe 628, die auch auf Hauptbahnen einsetzbar sein sollten. 1974 stellten die Waggonfabrik Uerdingen und MaK die Prototypen der zweiteiligen Baureihe 628.0 und deren einteilige Variante als Baureihe 627 vor. Die Fahrzeuge bewährten sich von Anfang an außerordentlich. Der Fahrkomfort war hervorragend und manch ein Reisender fragte sicherheitshalber nach, ob dies auch wirklich die 2. Wagenklasse sei, etwas anderes führten die Züge auch nicht. 1984/1985 erfolgte der Rückbau der automatischer Scharfenbergkupplung auf die regulären Zug- und Stoßeinrichtungen. Damit waren nun auch Mehrfachtraktionen mit den späteren 628-Serien bzw. dem 627.1 möglich, wie auch das Schleppen von Kurswagen, z.B. nach Bad Wörishofen. Im Zuge der Entwicklung der Nachfolgefahrzeuge 628.1 wurden bei den 628 006, 628 016, 628 007 und 628 017 die Motoren ausgebaut und diese mit 628 021, 022, 023 und 024 gekuppelt, die nun stärkere Motoren erhalten hatten. Neben dem Stammeinsatz im Allgäu vom Bw Kempten aus, waren 628 004/014, 628 005/015, 628 009/019 und 628 010/020 anfangs im Bw Braunschweig stationiert und verkehrten auf nicht elektrifizierten Strecken im Harz und im Weserbergland, bis sie im Juni 1980 ebenfalls zum Bw Kempten kamen. Dort standen die Triebwagen bis Ende 2002 auf sämtlichen Strecken im Allgäu im Einsatz, ehe sich ab 2003 ihr Einsatzradius auf die Außerfernbahn (Kempten-Reutte-Garmisch-Partenkirchen) reduzierte. Im Januar 2005 wurde das letzte Fahrzeug dieser Baureihe (628 008/018) endgültig abgestellt. Während einige Triebwagen verschrottet wurden, gelangten nach Polen, wo sie neu lackiert und mit kleineren Anpassungen im Winter 2005/2006 für die Koleje Mazowieckie im Dienst stehen.

  Ton: Ausfahrt des 628 008 in Bichlbach-Berwang Richtung Kempten.

25 Jahre Baureihe 627/628

(von Ingo Ehrlich und Stefan Eisenhut)

Am 17.April 1974 konnte der erste zweiteilige Triebzug 628 006/016 von der Waggonfabrik Uerdingen an die DB übergeben werden. Es sollten noch zwölf Jahre ins Land gehen, ehe die Serie folgen konnte.

Ausgangslage:

Mit ihrer Konzeption aus den fünfziger Jahren waren die Schienenbusse schon Ende der 60-ziger Jahre als überholt zu betrachten. Die Bundesbahn (DB) hatte zu diesem Zeitpunkt nur wenig Interesse, die Entwicklung eines Nachfolgemodells zu betreiben, waren doch im Jahr 1968 erst die letzten Exemplare der Schienenbusse ausgeliefert worden. Außerdem war die politische Entscheidung über den Fortbestand der Nebenstrecken völlig offen. Mit der  Auslieferung der Streckendieselloks der Baureihen 215 bis 218 wurden ferner zunehmend V 100 freigesetzt, die verstärkt in den Nebenbahndienst drängten. Gleichzeitig wurde damit begonnen, die Nebenbahnfahrpläne konsequent auszudünnen, so daß der Triebfahrzeugbedarf  von Fahrplanabschnitt zu Fahrplanabschnitt sank.  Der Text ist nur mit Ticket sichtbar

 

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