Reise in die Vergangenheit: Fünfstetten – Monheim (Schwaben)

Streckenverlauf und Zustand per 20.03.2017 mit historischem Rückblick:

Der Glaskasten 98 318 setzte im Dezember 1935 im Bahnhof von Fünfstetten um. Die Rauchkammer steht in Richtung Monheim, im Hintergrund sind die Gleise der Hauptstrecke Donauwörth - Treuchtlingen zu sehen.

Ehemaliges Bahnhofsgebäude von Fünfstetten (Straßenseite). Der privat als Wohngebäude genutzte Bahnhof weist nur noch die beiden Streckengleise nach Donauwörth bzw. Treuchtlingen auf, alle Nebengleise sind abgebaut. Ausgehend vom Aufnahmestandort führen die Gleise in linker Richtung nach Donauwörth und in rechter Richtung nach Treuchtlingen bzw. früher auch nach Monheim (Schwaben).

Die Lokalbahnlinie Fünfstetten - Monheim verlässt die Station Fünfstetten auf der Nordseite und biegt alsbald scharf nach Osten ab. Blick in Richtung Monheim.

Ohne Anbindung an das Schienenetz hat sich ein kurzer Schienenabschnitt der Nebenbahn bis heute erhalten. Die Gleise enden jäh an einer mittlerweile abgerissenen Straßenbrücke, die über die Straße Fünfstetten - Nussbühl führte. Im Bild der Blick vom Brückenkopf zurück zum Bahnhof Fünfstetten. Im Hintergrund die Hauptstrecke Donauwörth - Treuchtlingen.

Der Oberbau stammt aus dem Jahre 1970, wie die Schwellennägel belegen.

Seitlicher Blick auf die abgerissene Straßenbrücke. Links sind andeutungsweise noch die übrig gebliebenen Schienen zu sehen, während sich rechts in Richtung Monheim starker Bewuchs breit gemacht hat. Im Hintergrund die Hauptstrecke.

Direkt am Brückenkopf in Richtung Monheim steht mitten im Dickicht die Telefonbude auf Höhe des ehemaligen Einfahrsignals. Im Hintergrund ist der Ort Nussbühl zu sehen.

Der starke Bewuchs lässt auch in der vegetationsarmen Zeit keine Erwanderung des Bahndamms zu. Blick in Richtung Monheim am Ende der Ausfahrkurve von Fünfstetten. Die Nebenbahn zweigt im Winkel von etwa 90 Grad von der Hauptbahn in östliche Richtung ab und behält diese Richtung im wesentlichen bis zur Endstation bei. Dabei sinkt die Trasse vom Bahnhof bis zur Straßenbrücke in einem Gefälle von 20 Promille ab, um anschließend mit 5 Promille bis zur Brücke über den Bach Ussel weiter zu sinken.

Im leichten Gefälle von 5 Promille lag ein Bahnübergang. Im Hintergrund ist in Richtung Monheim bereits eine Steigung mit 20 Promille zu erkennen.

Mit 20 Promille Steigung nähert sich die Trasse dem Bach Ussel, der etwa hinter der Baumreihe im Hintergrund fließt.

Bei km 1,27 überschreitet die Bahn die Ussel und schmiegt sich dabei möglichst den mäßig hohen Ausläufern des Hahnenkamms an. Dabei wird die Ussel auf einem relativ hohen Damm überquert, der direkt in einen Einschnitt auf der Anhöhe rechts im Bild mündet.

Die gleiche Situation nun in Richtung Fünfstetten betrachtet. Im Vordergrund rechts der Einschnitt, wobei die Trasse anschließend auf einem Damm über die Ussel führt. Ganz im Hintergrund links sind noch die Oberleitungsmasten der Hauptstrecke zu sehen.

Mit einer Steigung von 15 Promille steigt die Trasse kurz vor Flotzheim an, wobei der Ort nördlich berührt wird und die Bahn noch heute die Bebauungsgrenze darstellt.

Bevor die Trasse das offene Feld vor Flotzheim erreicht, liegen teilweise noch Schwellen auf dem Bahnkörper.

Hier weisen Schienennägel auf den letzten Austausch des Oberbaus hin: GAP 1970

Immer noch mit 15 Promille ansteigend wird der Bahnhof Flotzheim erreicht, der ursprünglich südlich des Hauptgleises ein Abstellgleis hatte, das aus Richtung Fünfstetten angeschlossen war. Blick auf das Bahnhofsterrain in Richtung Fünfstetten.

Auf dem Gelände des Bahnhofs von Flotzheim errinert heute noch das Originalschild an die Eisenbahn.

Eine Rarität in unserem Archiv ist diese Aufnahme vom August 1940 vom Bahnhof Flotzheim.

Nach Überqueren des sogenannten "Bahnberg" in Flotzheim steigt die Trasse in Richtung Monheim unverändert mit 15 Promille an.

Am östlichen Ortsrand von Flotzheim wird der Brechpunkt erreicht. Der Neubau im Hintergrund links grenzt direkt an die Bahntrasse an. Blick Richtung Fünfstetten.

In einem Gefälle von 20 Promille sinkt die Strecke in Richtung Monheim bis zum Überqueren des Monheimer Baches ab. Am äußersten Ortsrand von Flotzheim wird die Trasse als Lagerplatz eines Gewerbebetriebs genutzt. Blick Richtung Fünfstetten.

Immer noch im Gefälle von 20 Promille nähert sich die Bahn der Brücke über den Monheimer Bach, der am Waldrand im Hintergrund verläuft. Blick Richtung Monheim.

Nach der Überquerung des Monheimer Baches verläuft die Trasse mit 10 Promille Gefälle weiter nach Monheim. Blick Richtung Monheim.

Immer noch im Gefälle von 10 Promille wird die Straße Flotzheim - Monheim überquert, um anschließend unter der Brücke der B 2 im Hintergrund weiter nach Monheim zu verlaufen.

Kurz vor Monheim - links grüßt bereits ein Gebäude der Firma Hama - steigt die Trasse wieder an. Zunächst mit 20 Promille. Blick Richtung Monheim.

Stark bewachsen führt die Trasse auf Monheim zu.

Mit einer Steigung von 13 Promille nähern wir uns Monheim und dessen Gerbegebieten am westlichen Ortsrand.

Bevor die Trasse durch Gewerbebauten in Monheim überdeckt ist, blicken wir zurück. Im Hintergrund ist die Kirche von Flotzheim sichtbar.

Im Hintergrund sind die Ausläufer des Gewerbegeietes von Monheim zu sehen. Blick Richtung Fünfstetten. Oben auf der Anhöhe wird auf dem Brechpunkt, der gleichzeitig die Wasserscheide zwischen Ussel und Gailach darstellt, die Strasse Monheim - Wemding überquert. Nun sinkt die Trasse mit 20 Promille in Richtung des Bahnhofs Monheim ab. Die Bahntrasse ist auf dem Bild als grünes Band am linken Bildrand zu sehen. Etwa auf dieser Höhe zweigte in südlicher Richtung das Anschlußgleis Fischer (aus Richtung Fünfstetten angebunden) und in nördlicher Richtung die beiden Anschlußgleise Löfflad ab (aus Richtung Monheim angebunden).

Die gleiche Stelle nun in Richtung Bahnhof Monheim betrachtet. Im Gefälle von 20 Promille liegt die Bahntrasse, die rechts als grünes Band zu erkennen ist. Auf der Straße sind noch die weißen Stoppbalken zu erkennen, da hier die beiden Ladegleise zur Firma Löfflad die Straße kreuzten. Diese Anschlußgleise wurden "vom Tal aus", dass heißt vom Bahnhof Monheim aus bedient.

Deutlich im Gefälle nähern wir uns dem Bahnhof Monheim. Blick Richtung Fünfstetten.

Mit nur noch 1,5 Promille Gefälle erreichen wir den Einfahrtsbereich des Bahnhof Monheim. Im Hintergrund ist der Parkplatz der Firma Bühler Motor zu sehen. Das Fabrikgelände überlagert den südlichen Einfahrtsbereich, in dem sich früher der Lokschuppen und die Ausweich- und Abstellgleise befanden.

Insofern greifen wir an dieser Stelle auf unser Fotoarchiv zurück. Der Lokschuppen von Monheim im August 1940.

Und so präsentiert sich der Bahnhof Monheim im Jahr 2017. Das Empfangsgebäude wird von den Brieftaubenfreunden Monheim genutzt. Rechts im Bild ist zur Erinnerung an den Eisenbahnbetrieb Lok 2 der Südzuckerwerke Werk Rain am Lech abgestellt. Die 1957 gebaute Lok zeigt sich leider in einem vandalisiertem Zustand. Erwähnenswert ist an dieser Stelle, dass vor den Empfangsgebäuden in Fünfstetten bzw. Monheim jeweils nur ein Stumpfgleis lag. Nach Ankunft in den Endbahnhöfen musste der Zug zum Umsetzen in das Ausweichgleis zurück gedrückt werden. Im Hintergrund die Firma Bühler Motoren auf deren Gelände sich die Ausweichgleise sowie der Lokschuppen befand.

Blick auf das Stumpfgleis mit Bahnsteigkante vor dem Empfangsgebäude in Monheim (2017).

Im August 1940 präsentierte sich das Empfangsgebäude noch mit Bahnsteigsperre und Vordach für die Ladehalle.

Mit diesem Detailbild schließen wir unsere Fotodokumentation. Wir hoffen, es hat Ihnen gefallen?

>>> mehr zur Strecke finden Sie im Streckenarchiv Fünfstetten - Monheim

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