Staudenbahn Gessertshausen – Markt Wald 1984 bis 1991

Mit dem Fahrplanwechsel auf Sommer 1991 endete der Bundesbahn-Personenzugverkehr auf der Strecke Gessertshausen - Markt Wald (KBS 907, vorher 984), dem damaligen Reststück der ehemals bis Türkheim weiterführenden Staudenbahn. Die Strecke wurde in Teilabschnitten eröffnet: 29.10.1908 Türkheim – Ettringen, 12.10.1911 Gessertshausen – Fischach, 08.02.1912 Fischach – Langenneufnach, 11.12.1912 Langenneufnach – Ettringen und somit die Gesamtstrecke. Ein Teil der zuletzt in Betrieb genommenen Teilstrecke (Markt Wald – Ettringen) wurde am 28.05.1983 stillgelegt, der restliche Abschnitt des Südteils bis Türkheim verlor ab 12.01.1987 den Personenverkehr. Bis zum 31.05.1991 gab es Personenzüge der DB zwischen Augsburg und Markt Wald, danach gelegentlich Sonderfahrten, bevor ab 2003 die Staudenbahnbetriebsgesellschaft einen Ausflugsverkehr an einigen Tagen im Sommer einrichtete. Derzeit sind Planungen für eine Wiederaufnahme des Planbetriebes (zumindest bis Mittelneufnach) im Gange.

Zuerst ein paar Aufnahmen von dieser Strecke ab 1984, dann folgt ein Blick auf den letzten Betriebstag. Alle Fotos - mit Ticket auch zum Download - von Klaus J. Ratzinger.

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18.05.1984: 515 018 mit N 6814 bei Margertshausen.

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18.05.1984: 515 018 mit N 6814 bei Reichertshofen.

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Aus unserem Bildarchiv – Mit V 100 über die Gräfenbergbahn

212 250 bei der Ausfahrt Gräfenberg

Als auf der Gräfenbergbahn (Nürnberg Nordost - Eschenau - Gräfenberg) noch die V 100, sprich Lokomotiven der Baureihen 211, 212 und 213 brummten, waren unsere Bildautoren dort recht aktiv. Tauchen Sie ein in die gute alte Zeit...
Foto Ingo Ehrlich: 212 250 am 10. August 1998 bei der Ausfahrt aus dem Endbahnhof Gräfenberg.

zu den Fotos

Eine kleine Niedersachsen Rundreise im Jahre 1977

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Am Bahnsteig in Oldenburg stand dann die erste V 200, die 220 081-4

Was macht man als Wehrpflichtiger aus dem Ruhrgebiet in einer niedersächsischen Kaserne, wenn es in der Woche einen Feiertag gibt? Die übliche Heimfahrt wie am Wochenende lohnte sich nicht, doch in der Kaserne oder in Nienburg - meinem Dienstort - herumzuhängen erschien mir auch nicht als attraktive Alternative. Und so hatte ich schon lange vor jenem 19.05.1977, dem Himmelfahrtstag, beschlossen, dass ich als Eisenbahnfan mit der Bahn eine Reise mache. Die Fahrkarten waren für uns als Wehrpflichtige günstig und so war das ganze dank des mir damals üppig erscheinenden Wehrsolds - schließlich war ich sonst nur an minimales Taschengeld gewöhnt - auch leicht erschwinglich. Ich hatte das Kursbuch gewälzt und schließlich stand der Plan fest. Die Fahrt würde mich in aller Frühe zunächst von Nienburg nach Oldenburg führen. Von dort ging es weiter nach Bremen und Cuxhaven. Dem schloss sich die Fahrt von Cuxhaven über Stade nach Hamburg an. Von dort ging es weiter über Lüneburg nach Celle, von dort zurück nach Uelzen, um von da schließlich wieder über Langwedel nach Nienburg zu rollen. Ja, so eine Tour war damals an einem Feiertag möglich. Und da ich oft umsteigen musste, gab es natürlich auch genügend Zeit, um Bilder zu machen. Schließlich war das ja der Zweck der ganzen Tagestour.

Ich schlich mich also morgens noch bei Dunkelheit aus der Kaserne und bestieg am Bahnhof den Frühzug Richtung Oldenburg. Dies war zugleich der erste Zwischenhalt. Ich hatte keine Ahnung, was mich dort erwartete, ich kannte lediglich die Bilder des Bahnhofes und einiges von der Geschichte der Großherzoglich Oldenburgischen Staaseisenbahnen. Hatte doch mein "alter Herr" darüber ein Buch geschrieben. Die Dunkelheit wich und ein fast wolkenloser Himmel war zu sehen - es versprach also Bilderbuchwetter fürs Fotografieren zu werden. Etwa um 6 Uhr erreichte der Zug schliesslich Oldenburg. Damals Heimat der V200 oder 220, wie sie seit der Umzeichnung hiessen.

Doch erst von der Fußgängerbrücke, die über das Bahnhofsgelände hinüber zum Bw führt, sollten sich die Oldenburger Schätze offenbaren. Hier stand nicht nur eine 220er, nein gleich mehrere warteten hier auf ihren Einsatz. Daneben 798er Schienenbusse, die 624er Dieseltriebwagen und natürlich auch die damals modernen 216er.

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Meine besondere Aufmerksamkeit erregte damals natürlich die 220 001-2 (erste Lok von links), die, 1953 von Krauss-Maffei gebaut, als erste V200 am 21. Mai 1953 ihre erste Probefahrt machte. Fast auf den Tag genau 24 Jahre vor meiner Reise. Es folgen 220 073-1, eine Lok der Baureihe 216, dann die bis zum Schluss mit ihren Zierleisten fahrende 220 061-6. Vor dem Schuppengleis rechts vom Schienenbus der Baureihe 798 dieselte 220 080-6 an der Tankstelle brummend vor sich hin.

Neben vielen anderen Fahrzeugen stach mir besonders ein Wasserwagen ins Auge. Genaue Bezeichnung: 30, 80 DB, 97 30 219-1, Wasserwagen 924, Han Bw Oldenburg. LüP 12,25m, Höchstgeschwindigkeit 75 km/h.

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Sämtliche Fotos: Hans Kobschätzky

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Neu im Bildarchiv: Nürnberg – Regensburg von Thomas Stoiber

Felsentor bei Etterzhausen

Thomas Stoiber stellt uns dankenswerter Weise seine Fotos von der Strecke Nürnberg - Neumarkt - Regensburg zur Verfügung. Diese für den internationalen Reise- und Güterverkehr wichtige Hauptstrecke wurde bereits 1950 elektrifiziert. Mit elektrischer Traktion sind die Steigungen der Fränkischen Alb seitdem wirtschaftlicher zu meistern. Der Bilderbogen beinhaltet den Zeitraum von 1986 an und zeigt neben dem Alltagsbetrieb interessante Bespannungen der DB und ÖBB sowie diverse Testzüge. In der Nähe von Regensburg lag das berühmte Felsentor bei Etterzhausen, das am 31. Mai 2010 gesprengt wurde, da sich eine Sanierung zu aufwändig darstellte. Thomas Stoiber fotografierte 111 051 mit einem Eilzug nach Nürnberg am 20.07.1988 bei der Durchfahrt durch das Felsentor.

zu den Fotos

Aus Regensburg Rbf wird „Das Dörnberg“ – eine Zeitreise durch fünf Jahrzehnte

Bild 10

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Erster Akt, 1973 – 1988: Letzte Blüte des Rangierbahnhofs mit althergebrachter Technik

Zweiter Akt, 1989 – 1994: Modernisierung als Knotenpunktbahnhof und Niedergang zur späten Bundesbahnzeit

Dritter Akt, 1995 – 2010: Verfall und Rückeroberung der Flächen durch die Natur

Letzter Akt, 2011 – 2015: Abklemmen der Gleise, Abriss der Anlagen und Freimachung des Baufelds für ein neues Wohngebiet

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Update unserer Foto-Datenbank mit Download-Funktion

Hochbetrieb im Bahnhof Karow (Mecklenburg)

Hochbetrieb im Bahnhof Karow (Mecklenburg) am Nachmittag des 18. Juni 1990. Drei mit V 100 der Deutschen Reichsbahn bespannte Nahverkehrszüge warteten mit Zügen nach Parchim, Wismar und Güstrow auf die Abfahrt. Foto Ingo Ehrlich

232 602 am 16.06.1990 im Grenzbahnhof Herrenburg

25 Jahre nach der Deutschen Wiedervereinigung kommt einem die Bahnhofsszene vom 16. Juni 1990 im innerdeutschen Grenzbahnhof Herrnburg zwischen Lübeck und Bad Kleinen befremdlich vor. 132 602 hatte den Grenzbahnhof mit einer Silberlingsgarnitur erreicht. Man beachte Absperrzaun, Grenzbeamter, Reichsbahnpersonal und Kunden vor dem Intershop. Foto Ingo Ehrlich

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Bahnhöfe A – Z : Marienburg in Westpreußen

Bahnhof Marienburg 1915

Marienburg 2015

Genau 100 Jahre liegen zwischen diesen beiden Abbildungen des Bahnhofs der Stadt Marienburg in Westpreußen (heute: Malbork in Polen). Eigetlich unfassbar mit wieviel Liebe das alte deutsche Empfangsgebäude restauriert worden ist. Die Renovierung erstreckte sich nicht nur auf die Außenfassade, sondern auch das Innere des Gebäude zeigt sich mit deutschen Wappen geschmückt im historischen Zustand. Die Postkarte stammt aus dem Jahr 1915, das Foto unten stammt vom 13. Mai 2015. Nach dem Besuch der von den Deutschordens Rittern erbauten Marienburg ging die Eisenbahnreise weiter über Elbing, Allenstein, Korschen und Rastenburg nach Lyck. Postkarte und Foto Ingo Ehrlich

Update in Foto-Datenbank – Bw Brandenburg – Bw Wustermark etc.

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Am 3. April haben wir unsere Fotodatenbank um etliche Bilder erweitert. Damit sind nun insgesamt / total 41.706 Photos online. Davon 34.331 Download-Photos für Abonnenten / for Subscribers, davon wiederum 32.306 Download Photos im Grossformat / Size 1280 x 1024 Pixel.

Das aktuelle Update beinhaltet Bilder zu: Bw Brandenburg, Wustermark, Müncheberg - Buckow, Güsen - Ziesar, Freilassing - Berchtesgaden

Link >>> zu den 100 neuesten Fotos - latest 100 Photos

2015 großer Umbau zwischen Klatovy und Bayrisch Eisenstein

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Winter im Böhmerwald: 754 039 brummte am 7. Februar 2015 mit dem Schnellzug RX 776 Praha - Zelena Ruda (Bayrisch Eisenstein) kräftig die Steigung bei Desenice hinauf. Der dazugehörige Haltepunkt liegt im Tal links von der Baumreihe. Die "Brille" der Baureihe 754 hatte zuvor in Klatovy den Schnellzug von einer E-Lok der Baureihe 242 übernommen. Foto Stefan Eisenhut

Wegen umfangreicher Bauarbeiten erfolgt vom 16.03.2015 bis 16.06.2015 eine Vollsperre auf dem nicht elektrifizierten Abschnitt zwischen Klatovy und dem Grenzbahnhof Bayrisch Eisenstein. Derzeit präsentiert sich die Strecke noch überwiegend mit dem Charme der k.u.k.-Zeit. Handbediente Schrankenanlagen, Formsignale und mit Fahrdienstleiter besetzte Bahnhöfe samt Schüttbahnsteigen werden schon bald der Vergangenheit angehören. Der Gleisplan wird modernisiert, der Einstieg wird künftig von Hochbahnsteigen aus erfolgen und es ist beabsichtigt, die Strecke von Pilsen aus fernzusteuern. Lediglich der Bahnhof Klatovy soll auch künftig weiter besetzt bleiben. Der Betrieb soll künftig mit geschobenen Wendezügen erfolgen. In unserem Fotoarchiv ist die gute alte Zeit umfangreich dokumentiert.

>>> zu den Bildern der Strecke Pilsen - Klatovy - Bayrisch Eisenstein

Hier der Fahrplan der Umbauarbeiten im Detail:

  • März :  Demontage der Weiche1 im Bahnhof Špičák und Sanierung des Streckengleises Richtung Železná Ruda-Alžbětín
  • März bis April: Sanierung des Streckengleises zwischen Špičák und Hamry-Hojsova Stráž
  • März bis April :  Umbau des Bahnhofs Špičák
  • April bis Mai: Umbau des Bahnhof Hamry-Hojsova Stráž
  • April bis Juni Felsen-Sanierung zwischen Špičák und Hamry-Hojsova Stráž
  • Mai und Juni : Umbau des Bahnsteigs im Bahnhof Železná Ruda-Alžbětín
  • Mai bis Juni sowie September bis Oktober: Sanierung Streckengleis zwischen Hamry-Hojsova Stráž und  Nýrsko
  • Mai und August: Plzeň-Valcha : Setzen neuer Fahrleitungsmasten und Umgestaltung der Fahrleitung
  • August bis Oktober:  Umbau und Bau eines Bahnsteigs in Plzeň-Valcha
  • September bis Oktober: Sanierung des Streckengleises zwischen Nýrsko und Janovice nad Úhlavou
  • September bis November: Umbau des Bahnhofs Nýrsko, Bahnsteigumbau mit provisorischem Bahnsteig
  • Oktober: Janovice nad Úhlavou: Demontage Weiche 6 und Aufstellen eines Prellbocks auf Gleis 5
  • November: Nýrsko Umbau der Bahnhofsgleise 7 und 7a

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Die an derselben Stelle am 16. September 2014 fotografierte Triebwagen-Garnitur mit angehängtem Schnellzugwagen gehört mittlerweile auch schon der Geschichte an. Foto Ingo Ehrlich

Rezension: Heinz Timmreck – Letzte Flüchtlingszüge aus Ostpreußen

Das Drama der letzten Flüchtlingszüge und die Zugkatastrophe bei Grünhagen im Kreis Preußisch Holland

Heinz Timmreck - Letzte Flüchtlingszüge aus Ostpreußen

Der Autor Heinz Timmreck erlebte im Alter von siebeneinhalb Jahren die Zugkatastrophe von Grünhagen. Seine traumatischen Erlebnisse bei der spontanen Massenflucht der Zivilbevölkerung aus Ostpreußen im Januar 1945 verarbeitete er zunächst in einigen Veröffentlichungen in Heimatzeitungen. Die darauf folgenden Zuschriften und Anrufe führten 2011 zu dem bei Books on Demand erschienenen Buch "Letzte Flüchtlingszüge aus Ostpreußen".

Augenzeugen schildern Flucht und Vertreibung aus ihrer Heimat. Die einzelnen Erlebnisse verdichten sich zu einer komplexen Choreografie des Geschehens. Der Zufall entscheidet über Glück, Grauen oder Tod. Sein besonderes Augenmerk liegt auf der heute längst vergessenen Eisenbahnkatastrophe von Grünhagen, die aus verschiedenen Perspektiven geschildert wird. Ein fesselndes Buch, das nicht in einem Zug gelesen werden kann. Unser Fazit: Das Buch schließt eine Lücke in der Literatur und ist ein Muss für jeden geschichtlich interessierten Eisenbahnfreund.
ISBN: 978-3-8423-4966-7; Umfang 220 Seiten.

Eine Rezension des neu erschienenen Folgetitels "Flucht mit der Bahn 1944/45 - Erlebnisberichte aus Ostpreußen, Westpreußen und Pommern" folgt demnächst.

 

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