100 Jahre Weilheim – Schongau

 

01 1066 am 19. September 1992 mit einem Sonderzug zum 75-jährigem Jubiläum zwischen Hohenpeissenberg und Peiting. Natürlich hatte die auf dieser Nebenbahn nie eingesetzte Schnellzug- Dampflokomotive Probleme die Steigung zu überwinden. Daher musste eine Diesellokomotive der Baureihe 218 nachschieben. Foto Ingo Ehrlich

1906 wurde mit der Projektierung der Teilstrecke Peissenberg - Schongau begonnen. Die Bauarbeiten an der Brücke über die Ammer in Schongau starteten im Winter 1910/11. Mit deren Fertigstellung im Dezember 1912 hatte die bedeutende Haindlsche Papierfabrik, die in Schongau südlich der Ammer lag, endlich Schienenverbindung - wenn auch zunächst nur in Richtung Landsberg bzw. Kaufering - erhalten.

Mit Ausbruch des 1. Weltkriegs 1914 verzögerte sich die Fertigstellung der Teilstrecke, die trotz des Kriegsgeschehens am 11. Januar 1917 eröffnet werden konnte.

Führt die Trasse auf dem bereits 1866 als Kohlebahn eröffneten 8,9 km langen Teilabschnitt von Weilheim aus (561 m N.N) hauptbahnmässig mit leichter Steigung nach Peissenberg (591 m N.N.) trotzte der Abschnitt weiter nach Schongau den Erbauern viel Energie ab.

Der Bahnhof des 6,2 km von Peissenberg entfernten  Hohenpeissenberg liegt auf 722 m N.N.  Aus diesem Grund spielte der durchgehende Güterverkehr nie eine bedeutende Rolle. Vielmehr wurde er auf dem von 1925 bis 1983 elektrifizierten Abschnitt Weilheim - Peissenberg und zwischen Schongau (681 m N.N) und Hohenpeissenberg über Peiting-Ost (717 m N.N) abgewickelt. Ursache des durchaus starken Güteraufkommens waren die heute längst stillgelegten Kohlenförderungen in Peissenberg, Hohenpeissenberg und Peiting. Im Mai 2005 endete die Bedienung des zuletzt noch von der Augsburger Localbahn betriebenen Anschlussgleises auf dem Gelände des ehemaligen Bergwerks in Peiting-Ost.

In unserem Fotoarchiv finden Sie sehr viele Fotos von dieser Strecke, die auch nach 100 Jahren noch in Betrieb ist und die von den Reisenden sehr gut angenommen wird. Damit gehört das früher immer wieder heraufbeschworene Schreckgespenst der Stilllegung mittlerweile der Geschichte an.

420 001 jetzt Exponat des DB Museum Nürnberg

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Nach dem Einsatz bei der langen Nacht der Münchener Museen am 18. Oktober 2015 erlitt das Museumsfahrzeug 420 001 einen Standschaden, der weitere Einsätze trotz ausreichender Untersuchungsfrist bis ins Jahr 2018 unmöglich machte und im Dezember 2016 zur Überführung ins DB Museum Nürnberg führte. Die Überführung fand mit 103 222 der RailAdventure GmbH am 8. Dezember 2016 statt.

Der kieselgrau/reinorange Triebwagen 420 001 war der erste S-Bahn-Triebwagen, der Ende der 1960ziger Jahre für den S-Bahnbetrieb in München entwickelt worden war. Im Gegensatz zum S-Bahnbetrieb in Berlin oder Hamburg musste der Betrieb in München auch auf Gleisen des Regional-, Fern- und Güterverkehrs abgewickelt werden. Mit hohem Beschleunigungsvermögen und vielen Türen für einen raschen Fahrgastwechsel wurde diese Triebwagenbaureihe neben München auch in den neuen S-Bahnnetzen von Düsseldorf, Frankfurt und Stuttgart eingesetzt. Anfang der 1970ziger Jahre konnten die Münchner abstimmen, in welchem Farbkleid sich die S-Bahn-Triebwagen zeigen sollten. Neben dem kieselgrau/reinorange 420 001 standen 420 002 in blau/kieselgraue und 420 003 in purpurrot/kieselgraue zur Auswahl. Selbstredend fiel die Wahl auf die bayerischen Landesfarben "weiß-blau". Von nun an bewährte sich die Baureihe von hartnäckigen Türstörungen im harten Winterbetrieb zur vollsten Zufriedenheit. Übrigens - während der Endwagen 420 002 im Verkehrszentrum des Deutschen Museums in München ausgestellt ist, sind dessen weitere Wagen sowie auch 420 003 verschrottet worden.

420-001-bei-hammerau

Nach 32 Jahren endete der Einsatz der Baureihe 420 am 4. Dezember 2004 in München, nachdem die Baureihe 423 den gesamten Betrieb übernommen hatte. Doch der Abschied der Baureihe 420 sollte in München nicht lange währen, denn ab 17. November 2014 wurden auf Teilstrecken außerhalb des durch die Innenstadt führenden S-Bahn-Tunnels teilweise wieder auf die bewährte und für diesen Zweck runderneuerte Baureihe 420 zurückgegriffen. Dies war die Folge der Erweiterung des S-Bahn-Netzes auf die Strecke Dachau - Altomünster und eines allgemeinen Fahrzeugmangels bei gleichzeitig starkem Fahrgastwachstum. Zudem war die Herstellung der Baureihe 423 zu diesem Zeitpunkt bereits beendet.

Seit der Abnahme des Fahrzeugs am 11.12.1969 legte 420 001 über 3,5 Millionen Kilometer ohne größere Ausfälle zurück, das entspricht mehr als 87 Erdumrundungen. Seit dem 23. April 2002 präsentierte sich der Triebwagen 420 001 frisch überholt in seinen originalen Farben kieselgrau/reinorange und zeigte sich der Öffentlichkeit auf vielen Veranstaltungen (Strecken- und Verbundjubiläen) und Sonderfahrten, die von der S-Bahn München in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft S-Bahn München e.V. organisiert wurden. Da der S-Bahn-Triebwagen nicht über Toiletten verfügte, mußten auf den Sonderfahrten ausgedehnte Toilettenaufenthalte auf Bahnhöfen eingeplant werden. 2010 wurde er vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege als technisches Denkmal unter Denkmalschutz gestellt.

Lebenslauf des 420 001:

  • 11.12.1969 Abnahme und Beheimatung im Bw München 1
  • 01.03.1972 Umbeheimatung zum Bw München 6 (München-Steinhausen)
  • 01.12.1984 aus dem Einsatzbestand genommen (Z-Stellung)
  • 16.12.1984 wieder in den Einsatzbestand aufgenommen
  • 01.07.1985 aus dem Einsatzbestand genommen (Z-Stellung)
  • 01.08.1985 wieder in den Einsatzbestand aufgenommen
  • 14.02.2001 aus dem Einsatzbestand genommen (Z-Stellung)
  • 23.04.2002 wieder in den Einsatzbestand aufgenommen
  • 04.12.2004 als seinerzeit letztes Exemplar der Baureihe 420 in München steht 420 001 als "historische S-Bahn" für Sonderfahrten zur Verfügung
  • 18.10.2015 letzter Einsatz als Museumsfahrzeug anlässlich der langen Nacht der Museen in München, wobei das Fahrzeug auch die Stammstrecke durch die Innenstadt benutzen durfte
  • 07.12.2016 Vorbereitung des Abtransportes vom München-Steinhausen zum DM Museum Nürnberg

Ziele der Sonderfahrten:

  • Ismaning
  • Flughafen München Rundfahrt
  • Herrsching (Ammersee)
  • Starnberg (Starnberger See)
  • Oberammergau
  • Garmisch-Partenkirchen
  • Kaltenberg
  • Augsburg
  • Nördlingen
  • Nürnberg
  • Bamberg
  • Steinach (bei Rothenburg o.T.)
  • Rosenheim
  • Prien (Chiemsee)
  • Freilassing
  • Berchtesgaden
  • Regensburg
  • Passau
  • Wörgl
  • Salzburg
  • Frankfurt
  • Darmstadt-Kranichstein

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Winterimpressionen ohne Schnee

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Für Freunde der modernen Traktion haben wir aktuelle Winterbilder ohne Schnee in unsere Datenbank aufgenommen. Alle Fotos sind am 10.12.2016 bei bestem Fotolicht in der Nähe von Berolzheim an der Strecke Treuchtlingen - Ansbach - Würzburg entstanden.

>> zu den Bildern von Berolzheim

18-12-2016_aliartos_athen-larisa-thessaloniki_ose_lok-adtranz-220-007_zug_ic51

Aus Griechenland haben wir ein aktuelles Winterbild erhalten auf dem zumindest im Hintergrund ein wenig Schnee zu sehen ist. 220 007 (Adtranz) am 18.12.2016 mit IC 51 der OSE bei Aliartos an der Strecke Athen-Larisa-Thessaloniki. Foto Thomas Agatsas.

Aus unserem Bildarchiv – Baureihe 139

139 315 im AW München-Freimann

Gerhard Lieberz hat uns seine Fotos der Baureihe 139 zur Verfügung gestellt. Eine wahrlich große Fundgrube nicht nur für Lokstatistiker...
Foto Gerhard Lieberz: 139 315 am 8. Oktober 1977 im AW München-Freimann.

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Aus unserem Bildarchiv – Mit V 100 über die Gräfenbergbahn

212 250 bei der Ausfahrt Gräfenberg

Als auf der Gräfenbergbahn (Nürnberg Nordost - Eschenau - Gräfenberg) noch die V 100, sprich Lokomotiven der Baureihen 211, 212 und 213 brummten, waren unsere Bildautoren dort recht aktiv. Tauchen Sie ein in die gute alte Zeit...
Foto Ingo Ehrlich: 212 250 am 10. August 1998 bei der Ausfahrt aus dem Endbahnhof Gräfenberg.

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Großes Pfingstupdate

103 168 durchfuhr im Mai 1987 mit IC nach München den Bahnhof Geislingen an der Steige

103 168 durchfuhr im Mai 1987 mit IC nach München den Bahnhof Geislingen an der Steige. Foto Ulrich Sax

 

Aus unserem Bildarchiv: Baureihe 110

Baureihe 110

110 147 in kobaltblauer Lackierung und Einzelleuchten. Foto Klaus Ratzinger.

Wir haben alle Fotos der Baureihe 110 und deren Erfassung in der Foto-Datenbank überarbeitet. Die Unterbaureihen 110.0, 110.1, 110.2 und 110.3 warten auf unsere Sammler und Jäger...

>>> zu den Fotos Baureihe 110.0

>>> zu den Fotos Baureihe 110.1

>>> zu den Fotos Baureihe 110.2

>>> zu den Fotos Baureihe 110.3

Aus unserem Bildarchiv: Kleinlok-Parade

Baureihe 382

Ein Nachbau der Kleinlokomotiven mit Akkumulatoren der Baujahre 1930 bis 1937 erfolgte im Jahre 1955 mit den beiden Lokomotiven 382 001, die lange in Bopfingen in Dienst stand und 382 101, die lange in Heidelberg ihren Dienst verrichtete. Letzte ihrer Art - Foto von 382 001 am 27. Juli 2002 im Betriebswerk Hamburg-Ohlsdorf. Foto Klaus Ratzinger.

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Aus Regensburg Rbf wird „Das Dörnberg“ – eine Zeitreise durch fünf Jahrzehnte

Bild 10

Bild 57

Erster Akt, 1973 – 1988: Letzte Blüte des Rangierbahnhofs mit althergebrachter Technik

Zweiter Akt, 1989 – 1994: Modernisierung als Knotenpunktbahnhof und Niedergang zur späten Bundesbahnzeit

Dritter Akt, 1995 – 2010: Verfall und Rückeroberung der Flächen durch die Natur

Letzter Akt, 2011 – 2015: Abklemmen der Gleise, Abriss der Anlagen und Freimachung des Baufelds für ein neues Wohngebiet

>>> zum Beitrag von Thomas Stoiber

213 337 – zuletzt Reservelok im Betriebshof Mühldorf

213 337

Nur kurz währte der Einsatz von 213 337 im Betriebshof Mühldorf. Die am 6. April 1966 von der Deutschen Bundesbahn abgenommene Diesel-Lokomotive, erreichte am 14. März 2002 am Ende ihrer Laufbahn den Betriebshof Mühldorf, wo sie als Reservelokomotive vorgehalten wurde. Nachdem 213 337 im August 2003 abgestellt worden war, stand bei der DB AG nur noch die Schwesterlokomotive 213 333 im Dienst, die ebenfalls im Betriebshof Mühldorf stationiert war. Das Bild von Ingo Ehrlich zeigt 213 337 im Mai 2002 mit einem Müllzug auf der Rückfahrt von Frontenhausen (Niederbayern) nach Mühldorf.

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